Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepphoris im zweiten Jahrhundert
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 6)
- Language
- German
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Familienreinheit und Sittlichkeit in Sepplioris im 2. Jahrh. 131 in den Häusern vieler wohlhabenden Juden zu finden1, und in Galiläa, wie, es zahlreiche tannaitische Regeln beweisen2, hatten Ahroniden und ihre; Frauen Sklaven. /Da nach Lev 22n Sklaven des Ahroniden, ob im Hause von Sklavinnen, geboren oder gekauft, von der Hebe ihres Herrn essen durften, mußten sie in der Handhabung der priesterlichen Hebe unterrichtet werden und nahmen an. der Ausführung der im Hause beobachteten levitischen. ReinheitsVorschriften Anteil. Der Sklave des Ahroniden begleitete seinen Herrn zur Tenne der Landwirte, um die diesem: gebührende Hebe zu holen, und eignete sich bald den vom Herrn dort befolgten Vorgang bei der Verteilung der Hebe an; und wenn es ihm an Kühnheit nicht mangelte, ging er auch ohne den Priester zur Tenne und verlangte dessen Teil für sich3. Da offenbar solche Fälle vorkamen, lehrte R. Jehudah; b. Ilai, daß Priesterhebe dem Sklaven nicht gegeben werde, wenn sein Herr nicht mit ihm zur Tenne kömmt; dagegen gestattet es R. Jose, da der Sklave sagen kann: Bin ich ein Ahronide, gebet mit Hebe als mir selbst gebührend, und bin ich der Sklave eines Ahroniden, gebet mir Hebe als meinem Herrn gebührend3. Im ersten Anspruch be- 1 Hillel weist auf das Übel des Besitzes von vielen Sklaven and Skiavinnen hin, Aboth 2, 7; in den letzten Jahren vor dem Jahre 70 schickten die Hohepriester ihre Sklaven auf die Tennen, um für sie die Abgaben zu holen, Antiquit. 20, 8, 8, 181, 0, 2, 206; Baraitha Pesah. 57 a; Tos. Menah. 13, 21; die Sklaven des Eleazar b. Harsom, Joma 35 b; an zwölf Fest- und Freudentagen wurdam ALtare die Flöte geblasen, nach R. Meir von Sklaven von Priestern, 6Arakh. 2. 4; so euch in Tos. 1, 15, wo R. Jehudah sagt, daß die Flöte von Sklaven von Leviten geblasen wurde. Wie König Herodes und seine Söhne und Enkel eine große Anzahl von Sklaven hatten, so berichtet Aboth R. Nathan, 17, 33 b von einem Mädchen (in Jerusalem?), das mit ihren zehn Sklavinnen in Gefangenschaft gerieth, und eine der Sklavinnen erzählt dem neuen Herrn, daß die Mutter des Mädchens 500 (?) Sklavinnen hatte. So hatte Susanma 500 Sklaven und Sklavinnen, V. 30. Nach dem Jahre 70 finden wir, daß R. Tarfon, der reiche Lehrer in Lydda, in Baraitha Sabb. 25 b unten bemerkt: Wer ist reich? Wer hundert Weingärten, hundert Getreidefelder und hundert Sklaven hat, die in denselben arbeiten; seine Sklaven werden in Nedar. 49 b erwähnt. 2 Jebaim 7,1—3; Tos. 9,1—2; b. 66 a b; 67 a b; jer. VII, 8 a; b. 99 b; Tos. 12, 6; jer. XI, 12a; Tos. Therum. 10, 18; jer. XI, 48a, 40; Tos. Pe’ah 4, 4; b. Gitt, 12 a; Tos. 1, 5; Tos. Baba bath. 8, 1, und viele andere Stellen. ׳ .; , : 3 Baraitha Jebam. 99 b; Tos. Therum. 10, 18. 9*