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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 121

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Ein Prinzip der Mischnaredaktion
Date
1934-01-01
Page
Seite 121 (sequence 3)
Language
German
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]Ein Prinzip der Mischnaredakiion 121 gestellt ־wurden. So wird z. B. im ersten Abschnitt des Traktates Megilla die Regel aufgestellt, zwischen dem ersten und zweiten Adar gibt es bloß bezüglich des Lesens der Megilla einen Unterschied. Dies wird mit אין בין ausgedrückt. Es folgen nun noch zwölf Fälle verschiedensten Inhalts1. Ein zweites Beispiel, über welches ich eben handeln will, faßt vier Halachoth verschiedenen Inhalts durch die Formel ,,zwei, die vier sind“ zusammen. Diese Mischna findet sich vollständig in Schebuoth I 1 und lautet abgekürzt: ,,Eide gibt es zwei die vier sind; Verunreinigung (des Heiligtums und seiner heiligen Speisen); das Hinaustragen von Sachen am Sabbat (oder Hineintragen) aus Privatbereich in öffentlichen Bereich; die Erscheinung des Aussatzes (Fleck und helles Mal auf der Haut)“. In Negaim I, 1 und Sabbat I, 1 ist nur die diesen Traktaten gehörende Halacha zitiert2. In allen drei Traktaten steht diese Stelle an der Spitze. Daß der ursprüngliehe Platz in Schebuoth ist, geht erstens daraus hervor, daß dort alle vier Fälle aufgeführt sind. Noch interessanter ist ein Grund, der zugleich die Erklärung dafür gibt, warum diese vier Gesetze nur in Schebuoth gebracht werden, wo doch die ,,Verunreigung“ und die ,,Aussatz-Beschädigung“ ausführlicher behandelt sind? Diese beiden Gesetzesgruppen wurden überdies von den ältesten Schriftgelehrten, den Priestern, außer Zweifel mit größerem Eifer studiert und entwickelt. Die Antwort habe ich im Jahre 1891 in einem Aufsatz ,,Über die Komposition des Mischnatraktates Schebuoth“ in Königsbergers Monatsblätter 97—101 gegeben. Ich habe nachgewiesen, daß dieser Traktat aus der Erklärung zweier Bibelstellen, Lev. 5, 1 ff. (Kap. 1—5) und Ex. 226-14 (Kap. 6—8) aufgebaut wurde3. In Negaim 1 Megilla I, 9—16 (Lowe): אין בין אדר הראשון לאדר השני אלא קרית המגילה וכר׳ אין בין יו״ט לשבת וכד בין שבת ליום הכפורים וכד מודר הנאה וכו׳ זב הרואה שתי ראיות וכו׳ מצורע לכו׳ ספרים לתפילין ומזיזות וכו׳ כהן המשוח בשמן וכד כהן משמש לכהן שעבר וכד במה גדולה לבמה קטנה וכו׳ שילה לירושלים וכו׳. Man lehre den Schülern Allgemeines (כללים), denn dann vergessen sie es nicht leicht, sagen schon die Tannaiten selbst. 2 Schebuoth I, 1: שבועות שתים שהן ארבע ידיעות הטומאה שתים שהן ארבע יציאות השבת שתים שהן ארבע• ידיעות הטומאה וכו׳ (עד סוף פרק שני)" 3 Strack, Einleitung in Talmud und Midras, 5. Aufl. 1921, S. 21 f., bringt mehrere Beispiele. Ein gründliches Buch, doch nicht ganz fehlerfrei. Z. B. S. 7 st. 1873 1. 1878,* einmal sagt Str., der erste Zehnten gehört

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