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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 60

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Zur Chronologie der Könige Judas und Israels
Date
1934-01-01
Page
Seite 60 (sequence 6)
Language
German
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60 Ed. Mahler zeichneten.Feste findet in unmittelbarer Nähe dieses Datums statt; der 15. August kann wohl dem 1. Elul, nicht aber dem 1. Tischri und noch weniger dem 1. Nisan oder dem 1. Sivan entsprochen haben, abgesehen davon, daß das Jahr 831 v. Chr. weder der Regierungszeit des Usia noch der des Jerobeam II. entsprochen haben konnte. So viel ist sicher, daß die betreffende Finsternis mindestens eine 10-zöllige gewesen sein mußte (d. h. eine solche, bei der mindestens 10/12 der Sonnenscheibe durch den Mond verdunkelt war), da sonst der Ausdruck והחשכתי לארץ ביום אור keinen rechten Sinn hätte. Und da kommen innerhalb S00—743 v. Chr. für Jerusalem nur folgende Finsternisse in Betracht: 791 v. Chr. VI 24, 765 II 10 und 763 VI 15. Von diesen ist die des Jahres 791 — weil 12-zöllig — die bedeutendste, doch entspricht die Zeit ihrer größten Phase einem Stundenwinkel 108° d. i. 7hl2m nach wahrem M i 11 a g, was zu dem Begriffe בצהרים und den Worten והחשכתי לארץ ביום אור nicht gut paßt. Die Finsternis des Jahres 765 kann nicht in Betracht kommen, da die Monatsangabe II. 10 (= Febr. 10) mit keinem der drei in Betracht kommenden חגים übereinstimmt. Es bleibt also bloß die Finsternis mit dem Datum 763 v. Chr. VI. 15 in Erwägung zu ziehen. Das Datum VI. 15 (= 1. Sivan) würde ganz gut passen, nur dürften wir das Wort בצהרים nicht im wörtlichen Sinne nehmen, sondern nur dahin deutend, daß die Sonne zur Zeit des erwähnten Ereignisses ziemlich hoch über dem Horizont stand, da die Zeit der größten Phase einem Stundenwinkel — —330 entsprach, d. i. 2hl2m vor dem wahren Mittag, wo die Sonne am 15. Juni schon sehr hoch über dem Horizont sich befindet. Und so könnten wir diese Finsternis in der Tat in Erwägung ziehen, um so mehr, als es gerade diese Finsternis ist, die wir im assyrischen Eponymenkanon bei dem Namen des Eponymen Pur-an-sa~gal-e verzeichnet finden. Diese Finsternis wird hier mit den Worten ina arah Simani a-ta-lä istakan (d. i. ,,im Monate Sivan fand eine Sonnenfinsternis statt") hervorgehoben und betrug für Ninive 11”6, war daher fast total. Bosanquet (Synchronous History of Assyria and Judea, Transact. of the Soc. of Bibi. Archeologie Vol. III) hat diese Finsternis in der Tat mit der in Arnos 8״ erwähnten identifiziert. Ist nun dies der Fall, dann ist es unmöglich, daß Arnos —

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