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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 28

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur Lexikographie des Jüdisch-Aramäischen
Date
1934-01-01
Page
Seite 28 (sequence 20)
Language
German
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28 Louis Ginzberg denn dies entspricht hebr. und aram.״ שןZahn“, wie schön Löw 1. c. bemerkte. Ms. Epstein der erwähnten Baraita hat nach der Angabe Friedmanns 1. c. קוצים für סינין, wonach es sehr nahe liegt, es mit bhebr. ״ קוצים — צניםDomen“ zu identifizieren. Ferner gehört bhebr. ״ צכותFischerhaken“ hierzu; diese, wie die spitzen Zapfen, heißen ״Dornen“ wegen ihrer dornenartigen Spitzen; die Verwandlung des צ in ם ist wohl durch die Liquida כ veranlaßt; vgl. Barth, ES. 53. Zu קוצים .סנים vgl. Aruk VI, 80:הסינין כמין סיבי; Nägel und Dornen sind wesentlich identisch. סנדטור. In der jüdischen Ödipussage, die spätere Autoren aus einem verloren gegangenen Midrasch zitieren (vgl. meine Legends VI, 169, Anm. 2), heißt es, daß der junge Joschua, der aus dem Bauche eines Fisches lebendig herausgezogen wurde, am königlichen Hofe erzogen wurde und vom König später als סנדטור eingesetzt wurde und als solcher dann, ohne es zu wissen, seinen eigenen Vater hinrichtete. Ich habe a. d. a. St. סנדטור als aus קוסטינר verschrieben erklärt. Es ist jedoch nicht gerade wahrscheinlich, daß ein so häufiges Wort wie קוסטינד zwei Mal falsch gelesen wurde. Vielleicht ist סנדטוד nichts anderes als auvdaiTcop ״Tafelgenosse“, und die Legende will nur sagen, daß Joschua vom König zu seinem Tafelgenossen gemacht wurde, wobei er ihm dann bei einer Gelegenheit den Auftrag gab, seinen Vater hinzurichten, der sich gegen den König verschuldet hatte. ספח. Tosefta BK. 11, 13: ״Die Bettunterlage, die mit Werg, das Kissen, כסת, das mit ״ מספחותHäcksel“(?) gefüllt“1. Demnach ist Ezek. 1318 מספחות neben כסתות nicht in מטפחות zu ändern2 und noch weniger כסתות nach dem Assyrischen als ,,Zauberbinden“ zu erklären. Das Wort muß im Bewustsein der Sprache noch zur Zeit der Tannaim lebendig gewesen sein; diese hätten sicher nicht in Beschreibung des alltäglichen Lebens einen Ausdruck gebraucht, der einer dunkeln Bibelstelle entnommen ist. Eine sichere Etymologie für מספחות kenne ich nicht, man darf aber an 1 In Ms. Erfurt infolge eines Homoteleutons ausgefallen! 2 Diese Emendation wird in Ges., HWB. 17, s. v. Graetz zugeschrieben, der auf LXX sich beruft, die מספחות durch emßoXata wiedergebeu. Aber Kimhi, der unseren Text vor sich hatte, bemerkt מספחות כמו מטפחות, und genau so werden die alten Übersetzer nur geraten haben.

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