Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 78 (1934)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Beiträge zur Lexikographie des Jüdisch-Aramäischen
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 12)
- Language
- German
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20 Louis Ginzberg מניומי. Daß מנימין ,מניומי und ähnliche Personennamen gut semitisch sind und nichts mit Movy/jLot: zu tun haben, hat Löw bei Krauss s. v. schon bemerkt; es sei hier noch darauf hingewiesen, daß in den assyr. Inschriften die Formen Minjameni, Minjame (— מניומי) und M inj amen sich finden; vgl. Gesenius HWB 17 s. v. מנימין. Zu בנימין מנימין vgl. auchmeine Bemerkung bei Moore, Judaism III 23 unten. מרצוף. An der Identität von מרצרף mit pdpat(u)no<: ist natürlich nicht zu zweifeln; fraglich ist mir jedoch, ob nicht die Entlehnung auf Seiten des Griechischen liegt. Die Wurzel רצף — hebr., aram., assyr. und arab. — gibt eine befriedigende Etymologie für מרצוף ,,Sack“ — die GB. ist ,,zusammenheften“ — dagegen bietet weder das Griechische noch das Lateinische eine annehmbare Ableitung. Auch die durchgängige Schreibung mit צ wäre bei einem Lehnwort aus dem Griechischen sehr auffällig. Wohl ist Assimilation des ס vor פ auch sonst nachweisbar, wie z. B. bei פרצוף TrpoacoTuov und קופיץ x07z1<;, aber daneben auch פרסוף und קופים, während es ein מרםוף nicht gibt. מתן in den WBB. ziemlich reichlich belegt, von der Mischnah — gute Texte haben ימת1נו und nicht ימתינו —, Tosefta und dem babyl. Talmud in der Bedeutung ,,feucht machen“, ,,f. bleiben“; die Wurzel ist auch dem palästinensischen Aramäisch nicht unbekannt. Die arg verderbte Stelle Jer. Pes. 3. 1, 30a oben מיתן טרטון דמיי בגין מודייה ומתלנה ובו׳, die von den Kommentatoren daher gänzlich mißverstanden wurde, lautet in dem von mir veröffentlichten GF. S. 106, 25: .מיתן טטרטון דמיי גו מודייד, ומתנדנד, d. h. ein Viertel — טטרטון xizapzov, nicht טרטון, das nirgends vorkommt — Wasser für je einen Modius Getreide darf zum Anfeuchten—*Objekt in .מתנונד ist מודייה —gebraucht wurden, jedoch so, daß das Wasser nicht auf einmal hineingegossen wurde, sondern in vier Absätzen. In dieser Stelle beschreibt מתן den sonst als לתיתה ,,Anfeuchten“ bekannten Prozeß, und schon diese Stelle würde genügen, jeden Zusammenhang zwischen diesem מתן — wie schon oben bemerkt, nicht המתין — und המתין ,,abwarten“ unwahrscheinlich zu machen und noch weniger ist die Zusammen- Stellung möglich mit טנן aus טין — ,,mit feuchtem Lehm oder ähn- •liehen Gegenständen belegen“ — das in der nächsten Zeile im Jeruschalmi ausdrücklich von מתן unterschieden wird. Dies