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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 17

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
78 (1934)
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur Lexikographie des Jüdisch-Aramäischen
Date
1934-01-01
Page
Seite 17 (sequence 9)
Language
German
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Beiträge zur Lexikographie des Jüdisch-Aramäischen 17 Literatur vorkommt, hat sich der Name ihrer Kollegin Labartu nur an einer einzigen Stelle erhalten, die aber arg korrumpiert ־wurde, so daß man es leicht übersah1. Bei Abba Gorion 6, 39 ist sicher לברת לילית anstatt לברק לילות zu lesen, das schlechterdings gar keinen Sinn gibt. Das königliche Gewand, behauptet die Sage, war dämonischer Herkunft, gewoben von Labrat - Lilith. Da man aber später Labartu nicht mehr kannte, so wurde für לברת ein Verbum לברק und für לילית das bekannte לילות gesetzt; ,,sie wob es, die Nächte zu beleuchten“ ist aber weder sprachlich noch sachlich befriedigend. Pael von ברק kommt meines Wissens in keiner semitischen Sprache vor, und man fragt vergebens, wer die weibliche Person sei, die das Kleid gewoben hat. Nach der Angabe2 Bubers haben die Hss. bis auf eine לילית und nicht לילות, aber gerade in dieser einen Hs. ist sicher לילית zu lesen; denn שארגתו לילית לברק בחשך (,,welches — Kleid — Lilith wob, um im Dunkeln zu blitzen“), wenn auch nicht die ursprüngliche LA., sondern aus שארגתו לילית לברח entstanden —בחשך ist nach der ,,(Korrektur“ von לברת zu לברק hinzugefügt! — ist verständlich aber nicht שארגתו לילות, das vor לברק ganz angeschlossen ist. Die Verderbnis des Textes ist in Aggadat Ester 62 weiter vorgeschritten, wo derselbe lautet: שאריגתו בורק בורק3 חלילות בחרי חשך; Lilith ist in הלילית — wie für הלילות zu lesen ist, das wohl Druck-־ fehler ist — noch zu erkennen, aber Labartu ist beinahe ganz verschwunden, denn nur wenige würden sie in בורק בורק erkennen! Zu בורק vgl. meine Abhandlung Tamid in Journal of Jewish Lore I, 202—203. לג hat nichts Entsprechendes im Aramäischen, denn ja. לוגא ist natürlich hebräisches Fremdwort, und syr. לגתא ,,Schüssel“, worauf in den hebr. WBB verwiesen wird, ist wohl nichts anderes als hxävY], etwas aramäisiert, während es in לקנא — ja, wie syr. — die griechische Form behielt. Für diese Annahme spricht לגנא ,,Kuchen“ hbr. רקיק, d.h.ein der לקנא ähnliches Gebäck, wie auch hebr. צפיחית ,,bauchiger Kuchen“ zu לקנא צפחת ,,bauchiger Krug“ 1 Vgl. die kurze Bemerkung über diese Midrasekstelle, die Perles aus meinem Briefe an ihn in OLZ. 18, 180 veröffentlichte. 2 Seine Behauptung jedoch, daß auch der gedruckte Text — BHM. I. 16 — לילית liest, beruht auf einem Irrtum; es steht ganz deutlich לילות, 3 Wie paßt aber m. בורק zu אריגה, das f. ist?! Monatsschrift, 78. Jahrgang 2

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