Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 1 · p. Seite 58

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 1
Article
Neuere Ansichten über "Toldoth Jeschu"
Date
1933-01-01
Page
Seite 58 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2829132-2829991-2829993-2849749--51790-2849834
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

58;Samuel Krauß Als .nächste: Veranlassung der Abfassung eines T’ J. durch die Juden habe ich (Leben J. 244) die Ueberlieferung bezeichnet, daß : unter Sylvester in Rom eine Disputation und Juäenverfolguhg stattfanä; Heller glaubt nicht an das Faktum der Disputatiön und noch : .weniger daran, daß das T. J. bereits im 4. Jahrhundert verfaßt sein sollte. Ich habe auch nicht gesagt, daß es unmittelbar nach jener Disputation abgefaßt worden; ich habe nur von Veranlassung gesprochen. In der gegenwärtigen Abhandlung habe ich im Hebräerevangelium noch eine andere Veranlassung, wenn man will sogar ein sprachliches Muster gefunden, H. braucht an jeneä. Faktum nicht zu glauben; aber literarische Werke, in diesem Falle eine Abwehr, kommen auch zu Stande, wenn bloß ein Gerücht umgeht oder׳ dem. Gegner etwas feindlich vorgehalten wird.’ A. D.rews (Christusmythe3, Jena 1910, vgl. dazu S c h e f t e 1 o wi t z in MGWJ 55, 1—32) glaubt :an den'ganzen Jesus nicht, und doch befassen sich mit ihm unzählige Werke. Es kommt also bei den Acta Silvestri nicht darauf an, was H. glaubt, sondern auf das, was in weiten Schichten des Christentums geglaubt wurde, und d a ß geglaubt wurde, beweisen eben diese Acta. : 5. Das Ur-Josippon. f . Hell er (S. 40) scheint es für unglaublich zu finden, daß ich, ebenso wie ein Ur-Toldoth; auch ein Ur-Josippon annehme (:§.:;238—242). Das tue ich allerdings, und heute ist es keine Frage mehr, denn in den vielen Ausführungen, die in der Jesusbezw. T. J.-Frage zwischen Robert Eisler und Solomon Z e.i 11 i n* 1 * stäntin und der Helena sprechen.: Es ist zeitgeschichtlich ferner richtig,, wenn: xlier. Juden im Genizä-Text bei G. Nr.LZeile 27 sagenליתדבידן;יומא ‘ דין ,,heutzutage, haben wir keine. Befugnis zu richten“ usw. Wir wollen hören, was der :׳Kaiser über, sie : verhängt! Es ist ..dasselbe, was die Juden dem Pilatus sagen (Joh.l83.i-).: Zur Sache s. zuletzt m e i n e Ausführungen in meiner Ausgabe ,, Sanhedrin.־Makko t ‘4 (Gießener Mischna, in der Presse.) S:. 23״ ffl'; -Mit dieser Bemerkung will ich verhüten, daß jene Warte .im Geniza-Texte nicht־ etwa übersetzt Werden::" Wir haberis; nicht parat an diesem Tage. Ginzberg spricht' sich, darüber nicht :aus. 1 Eisler, ly]00ck Heidelberg 1929; derselbe in JQR NS 21, l~-60 Z e i: t l i ri ib. 3.77—417. .Die frühere Literatur, ist-diesen Artikeln zu Entnehmen/'־״:׳־:I -׳V

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.