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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 1 · p. Seite 57

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 1
Article
Neuere Ansichten über "Toldoth Jeschu"
Date
1933-01-01
Page
Seite 57 (sequence 14)
Language
German
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Neuere Ansichten über ״Toldoth Jeschu“ 57 ,,Bliebe noch die aram. Fassung, welche Krauß (REJ LXII 37) auf Grund eben des Aramäischen in frühgaonäische Zeit versetzt. Nun aber ergeben Ginzbergs . . . Untersuchungen, daß wir es hier . . . mit einer aram. Misch- und Kunstsprache zu tun haben, auf welche eine Zeitbestimmung nicht gegründet werden kann“. H. ,,verschanzt“ sich hier wieder, diesmal hinter G,, aber diese Schanze haben wir schon in unserem 3. Abschnitt erstürmt. Was aber an G. wirklich unanfechtbar ist, daß er nänilich (S. 324, 328) den Stoff des T. J. schon bei den Kirchenvätern des 2. und 3. Jahrhunderts, ferner bei Agobard im 9. Jahrhundert, der schon schriftliche Werke dieser Art gelesen hat, bestätigt sein läßt, womit sich G. ganz auf m e i n e Seite stellt, verschweigt H, ganz und gar. Es ist meines Erachtens eine große Sache, daß Agobard so eine abstruse Legende, daß Jesus der jungfräulichen Tochter des Kaisers eine Geburt verschaffen wollte ohne männliches Hinzutun, daß aber am Ende ein Stein in ihrem Leibe gefunden wurde, ein Verbrechen, um dessentwillen Jesus zum Tode verurteilt wurde — ich sage, daß Agobard so was bei den Juden gelesen hat und es mitteilt, erhöht sehr den literarischen Wert der aram. Toldoth, denn nur in diesen findet sich die besagte Legende. G. meint, Agobard habe dasjenige nicht gewußt, was in G.s Text Nr. I steht, daß nämlich die Juden durch ihr Bitten bei Gott es erlangt hätten, daß sich der Embryo zu einem Steine verwandle — diese G.sche Meinung muß ich ablehnen, denn Agobard gibt nur eine kurze Zusammenfassung und keine Übersetzung des Ganzen. Der Eben- Bochan-Text ist in diesem Punkte noch kürzer1. schwerlich belegt zu werden. Immerhin verweise ich auf RDQ zu Obadja Vers 20. Dasselbe Wort bei Abrabanel zu Gen 102 nebst Teuti (Teutonen) und Todeschi. Ein anderes אלמניא bei Abrabanel bespreche ich in Studien zur byz. j. Gesch. $. 103 Anm. 1. Vgl. noch קירים קיריס באללמביא bei Mann, The Jews in Egypt etc. II 106. In dem Stück bei Mann, Texts and Studies I 42 f. kommt zweimal ,,König von אלגובו“ vor; das Stück beziehe ich auf die Geschichte des David Reubeni (s. Krauß in Archiv Orient&lia 1932, 272—282). Noch bei Sambari (Neubauer, Med. J. Chronides 1141) wird im Hinblick auf Obadja 20 dasselbe Wort gebraucht. 1 Die Verlegung in die Zeit des Tiberius ist allen diesen aram. Texten eigen, während die hebr, Rezensionen bekanntlich von Koiir

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