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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 1 · p. Seite 55

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 1
Article
Neuere Ansichten über "Toldoth Jeschu"
Date
1933-01-01
Page
Seite 55 (sequence 12)
Language
German
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Neuere Ansichten über ״Toldoth Jeschu“ 55 und trug mich auf den großen Berg Tabor" 1. Das ist im Wesen das von uns oben behandelte ויקחני בציצית ראשי; ein Fliegen sui generis. Für das T. J. ist der heilige Geist, kraft dessen Jesus fliegt, ein Zauber, und zwar der Zauber des שם המפרש; für den alten aram. Text auch das nicht, sondern Jesus verwandelt sich in einen Vogel. Als Vogel setzt er sich auf den Berg Karmel; jetzt erst wissen wir, was dieser Zug soll: er ist die Kopie des Gestelltseins auf den Berg Tabor. Jesus muß in diesem Zauberstück unterliegen; Juda der ,,Gärtner" also packt ihn beim Mantelkragen; für ihn ist er nur ein Mensch. Auf diese Weise bleibt ihm nicht einmal die Würde, wie Ezechiel, wie Bileam, nach einer Legende auch Habakkuk, die doch Propheten waren, am Haarschopf getragen zu werden. Also die Parodie des von den Judenchristen gelesenen Evangeliums. Wer weiß, ob nicht, wenn mehr von diesem Evangelium zum Vorschein kommt, die Parodie vollständiger sein wird. Gegen dieses in syrischer, vielleicht in palästinisch-aram. Sprache abgefaßte christliche Evangelium richtet sich das jüdische ,,Leben Jesu". Die Angabe im Eben-Bochan-Texte, daß diese ,,Geschichte des Jeschu bar Pandera" in ,,jerusalemischer" Sprache verfaßt worden sei, erhält nun eine vertiefte Bedeutung; der Versuch Ginzbergs, diese ,,Geschichte" als gemischtsprachig hinzustellen, d. h. von pal. und babyl. Aramäisch gemischt, noch dazu in künstlicher Nachahmung, mag nun ebenfalls zu seiner Geltung kommen, jedoch in dem Sinne, daß jüdisch-pal. Aramäisch gemischt ist mit christlichem Syrisch, und nachgeahmt ist was ganz anderes, nämlich das Hebräerevangelium. 4. Das Ur-Toldoth. Heller (S. 40) macht sich über die Annahme eines Ur- Toldoth, die er in meinem Buche , gefunden, lustig. Und was sind seine Gründe? ,,Auf. die Unhaltbarkeit dieser Anschauung hat bereits Erich Bischoff in einer Glosse zu Krauß' Worten (S. 236) hingewiesen." Ganz richtig, aber zu derselben ,,Glosse" schrieb ich: ,,Doch können diese (zeitgeschichtlichen Anspielungen)..viel- ב Der Kürze halber verweise ich auf R. Knopf, Einführung in das NT? (Gießen 1923) S. -129־. Für das Aramäische im NT s. St r a c k - Bi 11 erbeck II 44211.

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