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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 1 · p. Seite 53

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 1
Article
Neuere Ansichten über "Toldoth Jeschu"
Date
1933-01-01
Page
Seite 53 (sequence 10)
Language
German
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Neuere Ansichten über ״Toldoth Jeschu“ 53 S. 147). Was Herodes anlangt, so steht erstens das, was H. aussetzt, nur in Huldreichs Version, und die geht, wie schon oben bemerkt worden, ihre eigenen Wege; zweitens soll er doch hereingebracht werden, weil er eine Figur des NT.s ist; drittens wird in Joseph und Maria von ihm nicht so sehr das ehebrecherische Paar verfolgt, als vielmehr die Eltern des neugeborenen Kindes, was natürlich überleitet in den Bethlehemitischen Kindermord. Pilatus aber ist nur des Prozesses wegen da, wie aus der von H. angeführten Stelle deutlich hervorgeht; in Ginzbergs Nr. I (S. 329) bespricht mit ihm der Kaiser das Vorgehen mit Jesus, weiterhin (S. 333) stellt doch Pilatus sogar inquisitorische Fragen und fordert Rechenschaft von den Juden! So sieht es auch mit diesem Hellersehen Einwand aus! Nach Ginzberg (S. 328) hätte ich im oben angeführten Texte ,,Juda מייבא“ in גניבא oder גננא ändern sollen. An einer anderen Stelle (S. 332 Anm. 6) sagt G., wozu die ganze Erörterung bei mir (Leben J. 266 f.), da unzweifelhaft ,גינאד dasselbe sei wie גבן. Wenn aber daneben auch גיסא vorkommt (ib.), so kann ich dessen doch nicht so sicher sein, daß das dasselbe ist, und dasselbe ist der Fall mit מיבא; es wird doch teils davon gesprochen, daß die Schüler, teils davon, daß Juda der Gärtner (Judas) den Leichnam entwendet habe (vgl. ms Straßb. auf S. 46, ms Wien auf S. 80 לגנוב גופו), so ist doch nicht ausgeschlossen, daß גניבא etwas damit zu tun hat. Überhaupt emendiere ich nicht gerne in solchen Texten. Und noch ein Wort zu גיסא. L e v y (Chald. Wb. I 137) hält es für möglich, daß גייסא in Trg. Ps 65u Erdhäufchen, Beete bedeute; das könnte doch wieder irgendwie zu ״Gärtner“ stimmen, und wäre die zur Erkenntnis führende Bahn nicht verstellt, wenn ich das einfach emendiert hätte? Desgleichen verlangt G. (ib.), daß ich ,,Jochanan מסעגא p“ in ,,Jochanan.מצבעגא“ hätte ändern sollen; er spricht sich darüber nicht aus, warum, doch meint er wohl, daß damit ,,Johann der Täufer“ erzielt wäre. Aber an der betreffenden Stelle paßt der Täufer nicht hinein, weil dieser mit den dort berührten Dingen nichts zu tun hat. Hingegen ist aram. אטעי ein Begriff, der oft' in diesen Texten vorkommt (REJ 62, 31 Z. 16; Ginzberg Nr. Ia, b Z. 14), vgl. מתעד, ,מרבה und die entsprechenden griech. und ■lat.

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