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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 1 · p. Seite 49

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 1
Article
Neuere Ansichten über "Toldoth Jeschu"
Date
1933-01-01
Page
Seite 49 (sequence 6)
Language
German
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Neuere Ansichten über ״Toldoth Jeschu“ 49 Mißgriff und noch dazu die groteske Vorstellung importiert werden I Nun bedeutet aber 'ש schlechterdings nichts anderes als Mantel öder. Aehnliches (s. die philologische und sachliche Diskussion darüber bei Nachmani zu Gen 38lg, s. ferner die talmudischen und targumischen Wbr., ferner syrisch bei P. Smith, Thesaurus 4101/wo es für die ״Hülle“ Mosis Ex 3434 ausgewiesen ist), und zum Ueberfluß steht in dem Eben Bochan-Texte (Leben J. 147), der sich uns immer mehr als gute Kontrolle gegen falsche Auslegung der neu gewonnenen Texte erweist1, שושי&א דסדינא, was doch gewiß nichts anderes als ein Zubehör zu einem Mantel bedeuten kann.' G. aber fühlt sich versucht, hier entweder ,ש׳ דידיד zu emendieren (so steht tatsächlich in Geniza-Text Nr. I) oder סדינא eine Glosse sein zu lassen für ש׳. Beides ist nun abzulehnen2. Ich komme nun auf die Ausstellungen zu sprechen, die G. auf meine Ausgabe des Geniza-Textes in REJ 62, 28 ff. macht. Es: ist selbstverständlich, daß je mehr Texte hinzukommen, desto klarer der Sinn, und mit Hilfe der neu gewonnenen Texte können 1 Für ganz unerlaubt halte ich den Vorschlag G.-s (S. 328), in dem Eben Bochan-Texte die Ausdrücke בן אלהא אבא usw. in die Mehrzahl zu setzen. Wie? Hat denn außer Jesus auch noch ein ariderer behauptet, er sei Gottes: ßohn? ,,Ich verwunde, ich heile“ kann auch nur der eine Jesus gesprochen haben, denn das erfordert die Situation. G. aber diffikultiert, daß hernach eine Mehrzahl figuriert; das jedoch mit Recht* * denn der Kaiser spricht das ganze Gefolge Jesu an! So auch unmittelbar vorher: Was sind das für Dinge, die ihr tut? Und gleich darauf Jesus, als das Oberhaupt dieses Gefolges: Ich bin Gottessohn usw. Die Sprache hätte nicht wirkungsvoller sein können. Und d abe i sagt G. Krauß hat auf diese und andere Fehler nicht aufmerksam gemacht i * An e־i n e r Stelle muß. i c h emendieren. In Text Nr. I Z. 19 sind ein paar Worte, die G. nicht versteht. Im Zusammenhang besagt die Stelle״ Folgendes: Die jungfräuliche Kaiserstochter hat selbst nach 12 Monaten nicht geboren; Jesus, zur Rede gestellt, sagt: דילמא עיסקי בבלילי עלסא usw. G. sagt mit Recht, daß מילי!ד]עלמא sonst der Gegensatz ist zu göttlichen Dingen,: aber ״weltliche Dinge66 hat: hier keinen Sinn. Ich vermute, daß die : in kr i ruinierte Phrase hier Euphemismus ist wie hehr. בעילה דרך אלץ. In דילמא streiche ich das מ, lese in zwei Worten די לא, und das darauffolgende Wort lies עיסקה feminin. Demnach sagt Jesus: ״Denn ihr (der Kaisertochter) Tun war nicht in gangbarer Art, denn sie ist eine;Jungfrau,,־ und das. Kind geht nicht hervor, bis sie nicht beschlafen worden ist66. Der Zusammenhang ist dann vortrefflich. Wenn dem so ist, vermute ich weiters, daß dieses מילי עלגלא zu den Syricismen unseres Textes gehört. Monatsschrift, 77« Jahrgang 4

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