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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 1 · p. Seite 25

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 1
Article
Schlußwort
Date
1933-01-01
Page
Seite 25 (sequence 8)
Language
German
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Klausners Jesus-Werk 25 apokalyptischen Darstellung der Nöte des Weitendes:' ״Bittet aber, daß euere Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat'" (Matth 242»). Hier ist die Stellung Jesu zum Sabbat eine durchaus positive. — Es fehlt auch nicht an Stellen, wo Jesus das Gesetz den Pharisäern gegenüber geradezu ver~ teidigt: ״Auf Moses Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr haltet, das haltet und tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen s■ wohl, und tun's nicht" (Matth 232-3). Selbstverständlich betätigte Jesus am Sabbat die gleiche Lebensführung wie die Schriftgelehrten. Er ging in die Synagogen und hielt in üblicher Ordnung Lehrvorträge (Mc ■121; 62; Lc 4!«,»! u. s.). Selbst an weniger beweiskräftigen Stellen wie in den Berichten von den Heilungen am Sabbat ist die Tendenz der Gesetzes״ beobachtung nicht zu verkennen. Abgesehen davon, daß es sich ja um Wunderheilungen gehandelt hat, die mit Sabbat Verletzung nichts zu tun haben, werden die wirklichen oder vermeintlichen Ein wände der Pharisäer auch in dem ernsteren Fall Mt 121 ff. zumindest nicht gegen den Sinn des Gesetzesprinzips beantwortet. Was immer man auch von den antinomistischen Erklärungsversuchen all dieser Schriftstellen halten mag, die Judenchristen haben zweifellos auch die letzteren Texte, soweit sie ihnen bekannt waren, streng nomistisch verstanden und das Gesetz treugläubig beobachtet. Sie haben jede antinomistische Bestrebung' energisch abgewehrt. Das Umbiegen pharisäerfeindlicher Stellen, soweit solche für das Judenchristentum in Frage kommen, in gesetzesgegnerische, widerspricht der Glaubensgrundlage dieser jesusgläubigen Urgemeinde. Wie steht es aber mit der Jesuskonzeption der beidenchristlichen Urgemeinde? Hier ist die Spitze der Phariäer״ kämpfe allerdings dem Gesetz selbst zugewendet. Die anti״ nomistischen oder auch nur antinomistisch deutbaren ntl. Sprüche stimmen ganz zum Grundwesen dieses Kreises. Man vgl. insbesondere Mt 15!20״. Mc 7!23״. Scharf formuliert ist der Satz: ״Was zum Munde eingeht, das verunreinigt den Menschen nicht; sondern was zum Munde ausgeht, das ■verunreinigt den Menschen" (V. 11). Antinomistisch werden auch

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