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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 1 · p. Seite 86

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 86 (sequence 3)
Language
German
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86 Besprechungen und Nab.1 aber nicht mehr im Palm, findet;.daß im Grundr. a. a. O. eben nur vom Lautstand und nicht von der Orthographie die Rede ist, hat er offenbar nicht beachtet. ׳• . Zu dem gleichen Ergebnis kommt R. nach sorgfältiger Untersuchung des ba. Formenschatzes. Sehr instruktiv sind die vergleichenden Listen der Pronomina, die in Baumgartners Behandlung zu kurz gekommen sind, in den einzelnen Stadien des Aram. R. äußert sich nicht zu den im Mittelaram. auftretenden.Formen wie אנחה gegenüber altaram. את• Lie Wiedereinführung des ursem. n ist hier wohl nicht nur durch die auch sonst im Aram. zu beobachtende Geminatendissimilation bedingt, sondern auch durch Wiederangleichung an die Pronn. der 1. P. Besonders beweiskräftige Argumente, die freilich nach Schaeder’s Darlegungen z. T. zu modifizieren sind, für das jüngere Alter des BA gegenüber den Papp, liefert ihm die Untersuchung des Verbalbaus. Sehr dankenswert ist auch seine vergleichende Behandlung der Syntax, die Baumgartner ganz beiseite gelassen hatte. Auf einen wichtigen Punkt, die Wortstellung im Verbalsatz, ist er leider nicht eingegangen. Während ich im Grundr; II, S. 179 diese Wortstellung noch für das Ergebnis inneraram. Entwicklung hielt, möchte ich jetzt Bauer-Leander Gramm des BA § 99 recht geben, die sie auf den Einfluß des Akkadischen und damit indirekt des Sumerischen ־('s. auch Pöbel, Sumer. Gramm. 41, n. 1) zurückführen. Das wäre .ein neues Argument für Markwarts von H. H. Scliaeder ausgeb.aute These, daß das BA eine Erscheinungsform des von Dareios in den persischen Kanzleigebrauch eingeführten Reichs aramäisch darstelle, dessen Grundläge dann doch nur das in Babylonien gesprochene Aramäisch sein konnte. Die Scheidung in ost- und west aram. Dialekte könnten wir also immer erst indirekt aus der. Anpassung der Schriftsprache an sie erkennen. Eine eingehende Diskussion dieser Frage würde den Raum für eine Anzeige weit'überschreiten; ich muß sie daher für eine erneute Untersuchung der Verwandtschafts Verhältnisse der semitischen Sprachen zurückstellen.;Weniger ergiebig erweist sich für R. seine Untersuchung des BA Wortschatzes. Er folgt Bauer in der Annahme, daß das Kan. schon auf das älteste Aram. einen nicht unerheblichen Einfluß ausgeübt habe (auch diese Frage verdient eine eingehendere Erörterung als sie hier möglich wäre) und findet im Vergleich damit die eigentlichen Hebraismen an Zahl so unerheblich, daß sie für das ihn interessierende Problem nicht ins Gewicht fallen. Dasselbe gilt unter einem anderen Gesichtspunkt auch für die akkadischen und persischen Lehnwörter. Von stärkerem Einfluß auf sein Urteil über die Zeit des BA sind aber die griech. 1Wörter. Mit Recht verwirft er Torreys Vorschlag פתגם statt aus dem Pers. aus dem gr. cpö^xa abzuleiten. Doch gilt ihm'כרוז noch als gr. Herkunft, während Schaeder 1 Dazu vergl. die Diskussion bei J. Cantineau. Le Nabateen I (Paris 1930) S. 43, die zeigt, daß es sich• hier mehr um eine Frage der Schrift als des Lautwesens handelt. .... ׳

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