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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 1 · p. Seite 87

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1932-01-01
Page
Seite 87 (sequence 4)
Language
German
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Besprechungen 87 Iran. Beitr. I, 56 sehr wahrscheinlich gemacht hat, daß es persisch ist; es fehlt nur der Nachweis, daß altpers. *acrausa in einem dem aram.כרוז und dem gr. xijpüj־ entsprechenden technischen Sinne verwandt worden sei. Mit Recht aber findet R. in dem Auftreten der bekannten drei griech. Wörter für Musikinstrumente im Buche Daniel ein entscheidendes Argument für dessen Datierung in hellenistische Zeit. Schaeders Annahme, daß diese .Wörter zugleich mit griechischer Musikpflege am Achämenidenhöf, über die wir freilich nichts wissen, ins Pers. und erst so ins Aram. gekommen seien (a. a. O. S. 56), dürfte ebenso unwahrscheinlich sein, wie die von Boutflower, daß diese Sachen und Namen durch Ionier in Babylon importiert seien. Der Yerf. begann sein Werk vor 13 Jahren und mußte es lange unvollendet liegen lassen, da ihn andere Aufgaben in China festhielten. Erst während seines Urlaubes in England konnte er es vollenden. Trotz dieser wissenschaftlicher Arbeit nicht grade günstigen Umstände ist die Akribie der Ausführung über alles Lob erhaben. C. Brockelmann. Jacob Klatzkin: Thesaurus Philosophicus linguae hebraicae et veteris et recentioris. Operis collaborator M. Zobel. יעקב קלצקין, אוצר המונחים הפלוסופיים ואנתולוגיה פילוסופית בהשתתפות ד״ד מ• ב• צובל* הוצאת *אשכול". III. Band (ב—ק). Berlin 1930. Mit dem 3. Band des Thesaurus Philosophicus ist die philosophische und fach wissenschaftliche Terminologie des mittelalterlichen und neueren Sprachguts bis Ende ק durchgeführt. Das Werk im ganzen haben wir bereits an einer andern Stelle gewürdigt. Wir haben im besonder!־! die streng sachliche Wahr der angeführten Beispiele hervorgehoben. Der Ver-׳ fasser tritt als Philosoph an die Materie heran und bietet in den Beispielen die wichtigsten Realien zum behandelten Fachwort. Es braucht kaum gesagt zu werden, daß der Verfasser auch in der Fortsetzung seinen Grund- Sätzen treu geblieben ist. Die Arbeit ist aus einem Guß und schon die Disposition des ganzen Werkes und die Technik des inneren Aufbaus verbürgt Gleichheit und Einheitlichkeit in der Durchführung. HervorzuhÖben ist jedoch von der praktischen Seite her, daß unser Thesaurus den Milloh von Ben Jehuda um 4 Buchstaben überholt hat. Wer jetzt mittelalterliches und neueres wissenschaftliches Sprachgut von ע ab berücksichtigen will, ist auf Klatzkin-Zobel geradezu angewiesen. Damit soll jedoch keineswegs gesagt sein, daß, soweit die Buchstaben des Millon reichen, das viel kleinere Fachwörterbuch uns nichts neues bietet. Außer der Übersichtlichkeit und Präzision, wie sie einem Fachwörterbuch im allgemeinen eigen ist, hat ein jüdisches Fachwörterbuch, wenigstens jetzt noch den Vorzug, daß es fach■־- männisch gesehen eine Neuschöpfung ist. Ben Jehuda hat zweifellos‘mit; gutem Sprachgefühl dem in den alten und neueren literarischen Schöpfungen-, verborgenen Wortschatz nachgespürt. Auch die!Fachausdrücke haben bei־ ihm Aufnahme gefunden. Es fehlt •ihnen jedoch manches, was ins engere:

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