Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zur vergleichenden Märchenkunde
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 13)
- Language
- German
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28 Max Grunwalä An Parallelen wären den ־von Heller angeführten n. a. noch hinzuzufügen: Zu S. 321 (durch den •Doppelgänger vom Thron gestürzt): Gesta Romanorum (ed. Hesse) 43, Schutzgeist: Levy-Brühl, Die Seele der Primitiven (deutsch) S. 352, Jahreskönig (bin Gorion, Born Judas IV 36, Gaster Exempla 366, REJ 77 121), vgl. alljährliche Tötung eines Gottes: Frazer, Der goldene Zweig 718, 854, Frobenius, Märchen aus Kordofan 19, S. Freud, Totem und Tabu. — Zu S. 322 (auch 392) (Verlockung in Verfolgung eines Tieres): Pirke d’ R. Eliezer 31, vgl. ,,Schatzhöhle“. — 'S. 323 (Scharfsinnsproben) vgl. Von der Leyen, Deutsche Heldensagen 160. ־— S. 323 (Livjatan): Livj. als Festspeise der Seligen auch byzantinisch (Kraußin Simonsen-Festschr. 148) u. bei den Feuerland-Indianern (Köppers, Unter Feuerl.-Ind. 16). — S. 331 Nr. 8 außer der Literatur bei Zabara über den Chazzan: ’Or zaru‘a, Mose Minz, Immanuel Romi, Alcharizi, Wölwele Zbarazer, J. L. Selichowers Sire Jehuda, Perez Smolenskis Hato‘e u. a. — Zu S. 332 Nr. 12 vgl. Leon Gahun, La vie juive (der Schuster in Prag, der seinen hundertjährigen Vater pflegt und dafür einen besonderen Platz im Paradies erhält.) — S. 352 Nr. 12 (Gang nach dem Eisenhammer) auch von Maimuni erzählt, der Schutz des Scheluach miswaist das deutsche ,,notnagel“: Ranke, Deutsche Volkssagen 275. — Zu Chadgadja S. 354 ganz so und noch ausführlicher in Litauen, vgl. Veckenstedt, Die Mythen . . . der Zamaiten 170, ähnlich Frobenius, Kabylen III 47, 50 und sonst. — Ebenso wie für seine Abhandlung über das hebräische Märchen verdient Heller unseren Dank für die anschließende Geschichte des a r a b i* sehen. Er bespricht die Märchen vor und bei Muhammed, so: den Seelenvogel 369, verschwundene Städte 371, Mose und das Lebenswasser 373, Salomos Entthronung 374, den von einer Königin als Bote entsandten Vogel, und Fische, die den Einwohnern nur entgegenkommen, wenn sie den Sabbat halten 375, das Märchen in der arabischen Erbauungsliteratur, so: der schwebende Sarg Muhammeds 377 (midraschische Elemente 380), Märchen in der geschichtlichen, geographischen und naturbeschreibenden Literatur, wie: Uriasbrief 385, die List der Ehebrecherin, die sich der Strafe entziehen will, 388, die Glocke des Gerichtes 389 (wohl von den Persern entlehnt), Märchen im arabischen Ritterroman, so: Tarnkappe, Zauberring, Fliegen (in die Haut des sonne verschlingenden Fisches eingenäht und vom Vogel Ruchch getragen) 391 — 1001 Nacht, darin Scheu vor runden Zahlen (sugotl), die ägyptisch-jüdische Schicht 402, Wasser des Lebens, Geist im Glase, dankbare Tiere, Zauberpferd und andere Zauberdinge 407, — Märchenübersetzungen ins Arabische. Zu einzelnen Punkten wäre noch zu erwähnen: zu S. 372 (Adam): Frosch (ein Frosch als Adams Sohn im jüdischen Märchen) Vater der Dämonen, vgl. Priklonski, das Schamanentum bei Knortz, Der menschliehe Körper 67. Adam ursprünglich mit einer Hornhaut bekleidet, von der heut den Menschen nur die Finger- und־Fußnägel geblieben sind: Pirke de R. Eliezer 14, russ., ung., bulg., rum., westslaw., muhamm., indianisch,