Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 75 (1931)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Jüdische Grabsteine und Urkunden aus der Steiermark
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 8)
- Language
- German
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37 IV. Längliches Bruchstück eines schön beschriebenen Sandsteines. Höhe 0,81 m, Breite 0,21 m, Dicke 0,21 m. Der Stein muß recht breit gewesen sein und ist derzeit von ihm bloß ein geringer Teil der linken Seite erhalten, was aus den erhaltenen Wörtern, die bloß geringe Teile von größeren Wortgruppen von Zitaten aus der Bibel enthalten, klar ersichtlich ist. Auf der Rückseite des Steines in altdeutschen Zahlen und Lettern eingemeißelt 1438 domini1. השי2 י ,^3 ל4 ישר5 א6 בפיהו7 המגי8 גכותי 8 מות ורמ10 תג 11 V. Kleines, schön beschriebenes Bruchstück eines Sandsteines, der ebenfalls liniert (immer vier Linien) ist und an der linken Seite zur Gänze erhalten ist. Da über der jetzt erhaltenen Schrift noch eine Linie sich befindet, wird sich der Name des Verstorbenen dort eingezeichnet befunden haben. Höhe 0,62 m, Breite 0,25 m, Dicke 0,20 m. האדן 12 לעואמון 13 V V י כו פיוז v v y י 1 Vgl. oben 8. 32, Anm. 6, Ende. ' ׳ 2 Das ה u. ש, letzteres ans der unteren Rundung noch deutlich erkennbar. 3 Auch hier in dieser Zeile sind ר und ש deutlich erkennbar. Jedoch der־ dazwischenliegende Raum unlesbar. Es mag sein, daß ר Abkürzung für רביכר ist und ש der Anfangsbuchstabe f-ür שמואל oder שמעון ist. 4 Kann auch der linke Teil eines מ sein. 5 Abkürzung von ישראל! 6 Das א deutlich erkennbar. 7 Vgl. Male äh! 26. 8 Vielleicht aber stand nach dem נ ein anderer Buchstabe. 9 Vgl. II Kön 1934, 206 (Parallelstelle Jes 3735, 386). 10 Der rechte Teil des מ deutlich sichtbar. 11 Nur schwer leserlich, schwerlich Beginn der Eulogie תנצצה» weil nach נ freier Raum gelassen. Es sei denn, daß ein Stück des Steines nach unten abgebrochen worden ist. Ob wir es hier, nach der 4. Zeile zu schließen, etwa mit dem Grabstein für einen Rabbiner zu tun.haben, der Samuel (oder Simon), Sohn des Israel, geheißen haben mochte, wird sich nur schwer sagen lassen. Wenn die rückwärts eingemeißelte Jahreszahl aus der Zeit der Beschreibung des Steines stammt, dann wurde er im Jahre 1488 (?) gestellt. 12 Am Stein nur הל׳. 13 Am Stein bloß 'לעול. 14 Die 3 Buchstaben bedeuten auf keinen Fall Zahlen, sondern dürften Abkürzungen sein für die Eulogie בגן] עדן תנוח בשלום], vgl. Zunz, Zur Geschichte und Literatur, Berlin 1845, 342 ff., oder aber für בגן] עדן תנוח בטוב],