Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 74 (1930)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die jüdische Gemeinde Opatow und ihre Rabbiner
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 8)
- Language
- German
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11 ab. Sein. Sohn Mordecbai aus Sokal war Vater des Jakob aus Tomaszow, dessen Sohn wieder, Mordechai Josef, ,,der Rabbi aus Izbica“, der sich eines großen Ansehens bei den Chassidim erfreute, Vater des Jakob aus Izbica war. Der Sohn des letzteren, Gerschon Clianoch Henoch Leiner aus Radzin, ist bekannt durch seine Werke סדרי טהרות zu den Traktaten כלים und אהלות. Ferner machte er sich einen Namen dadurch, daß er den חלזון entdeckt zu haben behauptete, mit תכלת die ציצית versah und manche Abhandlungen über diese Frage schrieb. Bekanntermaßen stieß er hierbei auf den Widerstand der zeitgenössischen Rabbiner1. Die folgende Liste enthält die Namen der Opatower Rabbiner2 *: 1. Moses, Sohn des Märtyrers Abraham aus Przemygl, Vrf. des מסה משה, geb. in Przemyäl, war mit der Tochter des R. Samuel aus Wladimir verheiratet. In seiner Jugend war er Rabbiner in Beiz, gab dieses Amt auf und zog in den Wohnort seines Schwiegervaters nach Wladimir. Von dort ging er als Rabbiner nach Przemy&l und wurde am Ende seiner Jahre Rabbiner von O. und Landrabbiner Kleinpolens, des 3ליל קראקא״//. Er starb in O. im Jahre 1606a. 2. R. Jakob, Sohn des Eliakim Heilprin. Um 1580 richtete er von dort seine Anfragen an R. Josef Katz aus Krakau, war später ריש מתיבתא in Lemberg und starb 16414. 3. R. Israel Isser, Sohn des Simclie Bunem aus Krakau, war früher Rabbiner in O. und wurde dann zum ריש מתיבתא in Lemberg ernannt. Gest. 16455. 4. R. Elieser, Sohn des Samuel איש צבי, ist Vrf. des דמשק אליעזר zu חולין (Lublin 1646), des שיח השדה (Lublin 1645), sowie mancher Novellen, im ספר השמות zu שמות גיטין (Venedig 1657). Als Rabbiner O.s approbierte er טעמי מסורה (Amsterdam 1650). Im Jahre 1651 besuchte er Wien während einer Reise nach Erez Israel6. 1 Sokolow האסיף a. a. O. S. 144 behauptet, daß in den ehassidischen Quellen keine Spur von Selig ,,dem Wundermann“ aus Lublin zu finden sei. Er ist jedoch der Stammvater einer heute noch existierenden ehassidischen Zaddildm - Dynastie. Siehe die Vorrede zum סדרי טהרות zum Traktat □כלי (Josefow 1873). 2 Die von Friedberg in seinem לוחות וכדון A. 59 zusammengesteilte Liste der Rabbiner von O. ist lückenhaft. (Vgl. z. B. oben S. 12, A. 2. 3). Er erwähnt nur ihre Namen, wie er sie in den Approbationen zu verschiedenen Büchern gefunden hat; ihre Geschichte kannte er nicht. Ich habe sie richtig und ausführlich beschrieben. 8 S. mein כתבי הגאונים s. 73, 1 כלילת יופי ,עיר הצדיק, s. 19 a bis 21a, אוצר הספרות iv, s. 193—254, שם ושארית am Ende von אוצר הספרות v, S. 30—42. 4 אנשי שם Abschn. 251. ,לוחית וכדון A. 59. Beiden ist aber entgangen, daß seine Anwesenheit in O. in den שרת שארית יוסף Nr. 60 erwähnt wird. 5 אנשי שם Abschn. 335. Sein Vater war anscheinend Simclie Bunem Meiseis aus Krakau, ein Enkel des רמיא. 6 Seine Lebensgescnichte ist ausführlich im כלילת יופי II, S. 84 ff. dargestellt. Dort aber wird nicht erwähnt, daß er auch Verfasser des שיח השדה und von Novellen im ספר השמות ist. S. Benjakob, Buchst. ש Nr. 422, אוד החיים Nr. 454. Monatsschrift, 74. Jahrgang. 2