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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 1 · p. Seite 67

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 1
Article
Ein Beitrag zu der verschollenen Kuzariübersetzung des Jehuda ben Cardinal
Date
1928-01-01
Page
Seite 67 (sequence 2)
Language
German
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…/2829132-2829951-2829953-2849037--48025-2849134
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67 gegebenen Bruchstücke (IV, §§ 24—25) gefolgert werden1 2; allein dieses Fragment, welches, wie erwähnt, bloß den Jezirakommentar enthält, war am wenigsten geeignet den eigentlichen Charakter der Cardinalschen Uebersetzung zum Vorschein kommen zu lassen. In unseren Fragmenten dagegen erscheint uns Cardinais Uebersetzung ganz deutlich als eine freie Bearbeitung des Stoffes, wobei Zusätze und Weglassungen uns auf Schritt und Tritt entgegentreten. Zur Veranschaulichung des Unterschiedes beider Üebersetzungen wollen wir eine Stelle aus unseren Fragmenten mit der entsprechenden tibbonischen vergleichen: Kuzari V, Card. אמר החבר, וו היא פזמה תורנית כלו׳ טענת התורה והקיום הגדול בני ישראל שנשתנו להם מעשי היסודות ונב (ח?) נה בשביליהם עצמת הטבעה במקומות רבים. ואם לא וה נהלאן אין לבעל הטענה יתרחזוק יותר ממך לאמר שהרמון או התפוח צמח בוה המקום למקרה שנפל הורע מה המקום במקרה בלא כונה* ומרוצת הגלגל במהלכו וקרה כמו כן במקרה טוב והפד (והפסד) הימידות ונסך אותם ניסוך נהיה! ממנו וה הרמון שתראה או התפוח. § 6 Tibb. אמר החבר, רואת היא הטענה התוריה ומפתה בני ישראל אשר הופך להם מן עיני העצמים מה שהופך ומה שנברא להם מן ההויות וכאשר יסתלק המופת הוד, ישתוה עמך הטוען עליך בדלית על דרך הדמיון כי צמחה במה שקרה שי פול במקום ההוא זרע הענבים וצורת הזרע היתד, במה שנקרה מסבוב הגלגל ערך מן הערכים נמוגו בו היסודות מוג בא ממנו מה שאתה רואה. Die Erweiterungen sind ja augenscheinlich. Bezeichnender aber ist die Erscheinung, daß mancher Ausdruck der Uebersetzung noch mit einem כלומר weiter erklärt ward, was war bei einem andern frühzeitigen Uebersetzer finden3. III. Zeitbestimmung der Uebersetzung Cardinals. Gegen die ausdrückliche Behauptung Moscatos in der Einleitung zu seinem Kommentar ״Qol Jehuda“ (ed. Ven 1594, Bl. 4a), daß der Kuzari zuerst von Cardinal und erst nachher von Jehuda ibn Tibbun übersetzt wurde, dem auch De Rossi, Dizion. Parma 1802, S. 140 folgt, setzen fast alle neueren Forscher Cardinais Uebersetzung in den Anfang des 13. Jahrhunderts, also um etwa 40 Jahre später als die tibbonische, welche um 1167 verfertigt wurde. Diese Annahme stützt sich bloß auf der Identifizierung des Jos. ben Baruch, in dessen Auftrag Cardinal seine Uebersetzung ausführte (vgl. die Vorrede bei Cassel a. a. O.) mit einem andern Josef ben Baruch, der im Jahre 1211 nach Palästina zog4. Allein diese Identifizierung entbehrt jeder Begründung. 1 Vgl. HirschfeM, Vorwort zu seiner Ausgabe. 2 Ist Erklärung des vorhergehenden במקרה; Charisi in Moreh II, Kap. 48 setzt ברי, כיבה an Stelle des tibbon. במקרה; vgl. Gikatilia Jos. Ginat Egoz, Hanau 1612, S. 52a, der gegen die Identifizierung des במקרה mit בלי כ נה polemisiert. 8 Mos. ben Josef in seiner Uebersetzung des Jezirakommentars Saadjas, vgl. Steinschneider, Hebr. Uebersetzung § 261. 4 Cassel, a. a. O.; Steinschneider, a. a. O. 5*

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