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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 1 · p. Seite 51

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 1
Article
Studien zur Septuaginta an der Hand der zwölf kleinen Prophetenbücher
Date
1928-01-01
Page
Seite 51 (sequence 3)
Language
German
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51 (57 mal) 0aßacio& umschrieben wird, ebenso in I Sam, dagegen in II Sam, I K, Jerem und XII kleinen Propheten n<xvT0%Q(XT(x>()\ in den Psalmen r&v dvvafieow übersetzt wird, ist es klar, daß es verschiedene Übersetzergruppen sind; ebenso wenn Jer 1 — 29 für ',כה אמר ד rdös Myst xiQiog (ca. 60 mal), von 30 ab ovzcog eins xvqiog (ca. 70 mal) hat. Dagegen besagt eine statistische Gegenüberstellung der An- Wendung bestimmter Worte, wenn sie nicht ganz eindeutig ist, oft gar nichts. Manche Stellen gestatten auch durch ihren Inhalt ein ziemlich sicheres Urteil darüber, ob der Übersetzer andere, verwandte, nicht etwa zufällig irgendwo vorhandene, sondern zum engen Kreis des mit Ehrfurcht betrachteten biblischen Kanons gehörende Schriftstellen gekannt hat oder nicht. I. Verhältnis der Übersetzer zueinander. Sind die zwölf kleinen Prophetenbücher von verschiedenen Übersetzern unabhängig voneinander übertragen worden oder sind sie das Werk eines Autors oder mehrerer Autoren, die gemeinsam arbeiteten und von einander zu lernen Gelegenheit hatten? Für die Geschichte des alttestamentlichen Kanons würde die Feststellung, daß die Übersetzungen der einzelnen Schriften untereinander in Schlußfolgerungen aus einer derartigen Vergleichung mitzuteilen: es könnte sich nach derselben ebenso ergeben, daß die seinen Namen tragenden Über- Setzungen nicht von ihm seien, da er häufige Parallelstellen und Termini bei Philo nicht immer streng gleichmäßig übersetze; oder daß der Übersetzer späterer Bände die früheren nicht gekannt hätte usw. — Dagegen ist jedoch zu bemerken, daß die LXX, durch ihr Werk legendär geworden, an der Übertragung heiliger Urkunden arbeitend, mit sklavischer Genauigkeit, selbst zum Schaden des griechischen Stils, aut* die kleinste Partikel achten; daß sie ferner nicht wie moderne Übersetzer das sichere Verständnis des Inhaltes als erste Aufgabe betrachten, sondern sich auch damit ahfinden, dunkle, orakelhafte prophetische Stellen wiedergeben zu müssen, wobei ihnen jede äußere Hilfe, jede Tradition wertvoll ist, insbesondere aus der Pentateuch-Übersetzung, deren Urheber nach der allgemeinen Anschauung (Philo, Vita Mos. II, 7) wie Oberpriester und Propheten waren ״die mit Moses reinem Geisteshauche gleichen Schritt״ gehalten hatten. — Thackeray sagt darüber: Man könne sicherlich keine Gleichförmigkeit bei der Übersetzung bestimmter hebräischer Wörter erwarten; ״if, however, it is found that a phrase is consistently rendered in one wäy in one portion of the Qreek Bible and in. another way elsewherewe gain an increasing assurance that we have to deal with two distinct groups of books — possibly of different epochs“. (Grammar, 6). 1 Jedoch z. B. Zach 18 daneben (bei Wiederholung des Wortes) auch t&V vwaixmv; nicht so 712 89, obwohl dort gleichfalls eine Wiederholung im selben Satz vorliegt. 4*

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