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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 1 · p. Seite 7

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 1
Article
Aus ostjüdischer Geschichte [Rezension]
Date
1928-01-01
Page
Seite 7 (sequence 2)
Language
German
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7 באותה שעה והנה הלב, וו היא חכמתו ורצונו של הקב״ ה ... כשאדם יודע ומשיג בשכלו פסק זה כהלכה הערוכה כמשנה או גמרא או פוסקים הרי זה .1משיג ותופס ומק־ף בשכלו רצינו וחכמתו של דקב״ה Die Differenzen zwischen Chassidim und Misnagdim lagen nicht in der ״an strenger Tradition festhaltenden talmudischen Richtung“, sondern betrafen den Gebetritus, das Gebahren beim Gebet, die Gebets- Zeiten, die besonderen Gebetstätten, Häufigkeit derTauchbäder, Raumgebung für die Kabbala, Bewertung jüdischer Persönlichkeit und Eigenart2. Die Ketzerei des Sabbatianismus und der Abfall der Frankisten sowie die Leiden der polnischen Judenschaft während des langen Todeskampfes des polnischen Reiches riefen die Angst vor einem lähmenden Schisma gegenüber der neuen Partei hervor. Alles dies machte in heftiger Bekämpfung der neuen Bewegung sich Luft3. Der Chassidismus stand mit beiden Füßen auf dem Boden des Religionsgesetzes. R. Israel Baal Sehern (Beseht) hat an den ,,vorgeschriebenen rituellen Fasttagen“ gefastet, R. Jakob Josef von Polonnoje, Verfasser der Toldoth Jakob Josef, stand zu ,,unserer alten Ueberlieferung4, daß man an den Melodien der hohen Festtage keine Aenderungen vornehmen soll, denn sie stehen im engsten Zusammenhänge mit dem tiefen Sinn der Gebete“. ,,Der Chassidismus hat ... die alte Wahl- Ordnung des Andächtigsten als Vorbeter5 wieder hergestellt.“ Die Einführung des sefardischen Ritus beim Gebet wird.durch die Vorliebe für das Gebetbuch des R. Isaak Loria (Ari) und durch seinen Gebrauch im heiligen Lande gerechtfertigt. ״Maimonides״ Größe ist merkwürdigerweise in ihrer vollen Heiligkeit .. . mit noch größerem Nachdrucke von R. Israel Baalschemtow gewürdigt worden.“ ,,Die Ansicht der bedeutendsten Chassidäer geht nun dahin, daß Maimonides der rechte Mann . . . gewesen ... mit dem Abschluß der Halacha auch das messianische Ende und den Wiederaufbau der Prophetie herbeizuführen6“. Falls Meisl dies alles gemeint hat, hätte es doch zu klarerem Ausdruck kommen müssen. In seinem Werke heißt es (I 112): ״Während des 15. Jahrhunderts war aber in Polen — Litauen von geistigem Schaffen der Judenheit kaum etwas zu merken, und das Gesetzesstudium begegnete hier noch geringem Verständnis und wenig liebevoller Pflege. Nur einige nicht bedeutende Namen sind auf uns gekommen“. Dieses Urteil steht im Widerspruche mit demjenigen Wetsteins, des vortrefflichen Historikers des Krakauer Ghettos, der sagt: ,,Vom Jahre 1465 an bis zum Jahre 1590 ... begegnen wir in dieser Stadt [Krakau] allein acht Aerzten, unter ihnen לומדים ודבניס, Männern, weit bekannt in Ehre und Pracht“. Er hat aus dem Jahre 1485 zwei Urkunden aus Krakau veröffentlicht, deren rabbinisches Hebräisch und Aramäisch große Vertrautheit mit dem indischen Schrifttum zur Voraussetzung 1 [R. Schneor Salman], תניא, [Königsberg] 1831 [falsches Jahr], Kap. 5 -S. 5a. Vgl. Wohlgemuth, Jesehurun III 108 Anm. 1, 119, IX 241. 2 Wetstein, Quellenschriften z. Gesch. d. Juden in Polen, Krakau 1892, :8. 68. 3 Litinski, קורות פאדאליא, Odessa 1895, S. 28, 32. 4 (ואל ישנה אדם ממנהג העיר אפילו בניגונים (ארח סי' תרייט ס״א הגה. 5 Das. ם,,' נ״ג ס׳י׳ד. 6 Verus [Ahron Marcus], der Chassidismus, Pieschen 1901, 8.32,34.38, 53.

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