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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1927) · p. Seite 78

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1927)
Article
[Nachricht]
Date
1927-01-01
Page
Seite 78 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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78 Bücherschau (vom Herausgeber). Unter dem Titel. ״Die'Morgen-Reihe“ sind eine Reihe von Aufsätzen,, welche zuvor in der Zeitschrift ,,Der Morgen“ abgedruckt ־waren, in Sonderdrucken erschienen (sämtlich 1926 im Philo-Verlag in Berlin). Es sind folgende Hefte: 1. William James; Unsterblichkeit, übersetzt von E. von Aster, 38 S. 2.!Engelbert Krebs; Urldrche und Judentum, 31 S. 3. Julius Bab, Goethe und die Juden, 36 S. 4. Julius Schaffer, Die Zerstörung des Volksgedankens durch den Rassenwahn, 3$ S. Der Sonderdruck dieser Schriften ist — weltanschaulich oder apologelisch — durchaus verdienstlich, wiewohl der Schluß der Krebsschen Abhandlung jüdische Leser peinlich berühren muß. Folgende weitere Schriften sind gleichzeitig im Philo-Verlag erschienen und als Abwehrschriften sehr brauchbar: 1. Joseph Norden; Auge um Auge — Zahn um Zahn, 24 S. (Bei einer Neuauflage wären kurze Hinweise auf die Behandlung des Satzes in der neueren jüdisch-wissenschaftlichen Literatur gerade für den Laien erwünscht.) 2. IC. Müller, Völkische Weltanschauung, 44 S. 3. Paul Nathan; Das Problem der Ostjuden, 38 S. 4. Heinrich Rosin; Die Juden in der Medizin, 25 S. 5. H. Stern; Warum sind wir Deutsche? 31 S. 6. Ludwig Stein, Die Juden in der Philosophie der Gegenwart, 12 S. Adolf Altmann, Jüdische Welt- und Lebensperspektiven. Preßburg, Karl Angermeyer, A. Alkalay & Sohn Nachf., 1926. 240 S., geheftet 6 Mk., elegant gebunden ל Mk. — Derselbe, ספר עוללות ומלילות, Aeliren und Beeren, ebd., 320 S., geheftet 7,50 Mk., elegant gebunden 8,50 Mk. Die erste Schrift enthält folgende Aufsätze: Zur Einführung — Gut und Bose, eine Studie überden Sinn des Daseins — Traumwelt und Wirklichkeit in jüdischer Schau ־■־— Energienlehre und Judentum — Die Epochen des Niedergangs und die Genien des Aufstiegs in der jüdischen Geschichte — Ordensgedanke und Judentum in kulturgeschichtlicher Betrachtung — Elia, ein prophetisches Charakterbild nach Bibel, Talmud und Midrasch — Kongreßfieber, eine Mahnung zur Besinnung — Gestalten und Probleme einer jüdischen Weltbewegung —- Majorität und Minorität in der Weltanschauung des Judentums. Die zweite Schrift ist eine Predigtsammlung und enthält Betrachtungen zu sämtlichen Feiertagen einschließlich Chanukka und Purim, sowie 16 Sabbatpredigten. Der Verfasser, der (unbeschadet gelegentlicher Kritik an Einseitigkeiten der Aguda) auf durchaus konservativem Standpunkte steht, erweist sich zur Behandlung wichtiger Lebensfragen als berufen durch seine Verbindung eingehender Kenntnis des gesamten jüdischen Schrifttums mit neuzeitlicher philosophischer Schulung und literarischer Bildung. Seine Stärke liegt weniger in den grundsätzlichen Erörterungen, als in der geschickten und geistvollen Auslegung biblischer und talmudischer Lehren. Solche Leser, welche einige Kenntnis des Hebräischen mitbringen, werden aus beiden Schriften Belehrung, Anregung und Erbauung schöpfen; insbesondere sind sie als Barmizwah-Geschenke zu empfehlen. Die Ausstattung ist gut, leider finden sich viele Druckfehler, die nur zum Teil in den Nachträgen berichtigt sind; auch Schreibungen wie Schieroh (statt schiere ־= schier), Haftauroh, Litlvurgie, Salamonisch sind nicht zu billigen. Burkhard von Bonin, Die Götter Griechenlands. Oldenburg, Gerhard Stalling, 24 S. Der Verfasser hat die überraschende Entdeckung gemacht, daß alle Götter und Helden Griechenlands Namen semitischen Ursprungs haben. Denn natürlich kommt Aphrodite von פרד ausbreiten (der Arme), Hermes von הרם sich erheben (!), Herakles von רכל Herumdehen als Kauf• mann usw. Eine Ausnahme macht nur Zeus, bei welchem Verfasser ״trotz, der verlockenden Nähe von!די richten auf die Annahme eines semitischen Ursprungs verzichtet“. Daraus folgt, ״daß die Arier ursprünglich nur einen Gott gekannt haben, und daß mindestens der griechische Polytheismus semitischen Ursprungs war“. So schreibt ein Ivonsistorialrat 1926! Felix Coblenz, Predigten. Philo-Verlag, Berlin 1926, 144 S. Die 25 Prodigten aus dem Nachlasse des sind von 1917 bis. 1923 im Gotteshause

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