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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1927) · p. Seite 42

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1927)
Article
David ben Jehuda Hasid
Date
1927-01-01
Page
Seite 42 (sequence 4)
Language
German
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42 zum ברוך שאמר hätten, die gegen die traditionelle Gebetsformel sind1. David hörte von seinen französischen Lehrern den bekannten Grund für das והוא רחום im Abendgebet2.־ S. 47 werden deutsche Gebetbücher (פרורים המועתקים) erwähnt, weiche הקטין statt והתקין im אדון עולם Hymnus lesen3. Die Juden in Deutschland und Frankreich verbringen den ganzen Vormittag am Sabbath in der Synagoge. Im Winter verbinden sie die dritte mit der zweiten Mahlzeit, aber nicht im Sommer4. Wie wir sehen, gibt der Verfasser den deutschen und französischen Minhagim den Vorzug vor den sefardischen. Im Or Zarua werden folgende Autoren und Werke zitiert: a) Abraham ben Nathan, Verfasser des Manhig S. 98 B, zitiert Haj Gaon), b) ein 5חכם, der von seinen französischen Lehrern hörte, daß man zwischen dem Mincha und Maariwgebete die Sünder mit der Geißelstrafe belegte, während der Strafe wurde dreimal וחרא רחום gesagt, deshalb verkündet der Hazzan mit lauter Stimme^ והוא רחום (S. 36a); c) Jehuda Hasid (vgl. oben); d) Moses b. Nahman s. 97 a ואמר הרב הרמ״בן דל משל לאדם וכו׳ ואתה מסתכל כדברי זה! החכם כי הם דכרי אלהים חיים; e) קדמונים (S. 55 a, 72 a); und f) Simon ha Gadol (s. oben). Von Schriften werden erwähnt (mit Namen): 1. אגדתא und 94) אגדה B); 2. אידרא (S. la, 22 a); 3. 97) בראשית רכה a); 4. 53) חילופים בין ב״מ וב״מ B); 5. מדרש ירושלמי und ירושלמי, gemeint ist der Zohar, s. 49 b; 6.מנהיג s. o.; 7.ספרי קדמון, auch ספרי הקדמונים s. 94 ab; und 8. סדורים s. 47a. Die Glosse S. 24 a hat ein späteres Zitat aus dem מגיד משרים des Joseph ben ידניה בן אלפלסוף דל. Die Schrift ist besonders wertvoll für die Volkskunde des 13. Jahrhunderts und enthält manche Materialien für die Geschichte der Liturgie in dieser Periode, auch für die Sitten- und Kulturgeschichte kann man einige nicht unwichtige Einzelheiten entnehmen, die eine eingehendere Darstellung verdienen. 2. Volkskunde. Abraham prüfte die Frömmigkeit seiner Gäste unter einem Baume, der in seinem Hause gepflanzt gewesen ist. Wenn die Zweige den Gast bedeckten, so war der Gast fromm, im andern Falle aber wurde er zur Buße überredet. Auch eine Quelle war unter dem Baume, wo Sara die Frauen ein Tauchbad nehmen ließ. Die Gastfreundschaft, sowie die Missionstätigkeit des Patriarchenpaares, ein bekanntes Motiv im Midrasch und Talmud, soll uns hier nicht besonders beschäftigen. Die Hinweise in der Anmerkung sollen genügen6. 1 Vergleiche über die verschiedenen Versionen des Hymnus ברוך שאמר, Elbogen. Der jüd. Gottesdienst S. 82—84, vergleiche auch JQR. V. 20, חופש מטמונים. Berl. 1845. 85. 2 Dem Manhig entlehnt, siehe s. 22 B וקבלתי, מרבותיןבצרפת. 3 Siehe אבודרחם, ed. Prag 1784, 50 B. 4 Zu vergleichen ist auch die Sitte der Juden, in England, die im חיים fV erwähnt, wird, siehe J QR. VI. 755 und Tosafoth Pesahim 105 a. 5 Gemeint ist Abraham b. Nathan, siehe Anm. 6. 6 Nach R. Huna hat Abraham die Männer, Sara die Frauen ins Judentum aufgenommen Gen. r. c. 39, Sifre Dt. § 32, Gant. r. לריח שמניך. Unsere Agada ist dem Zohar entlehnt.

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