Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1927)
- Article
- Neuere Literatur zur jüdischen Sagenkunde [Rezension]
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 25)
- Language
- German
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- hazzan 1× ep/1004827
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37 Daß 1. der Fuchs den Panther ins Ueberschwemmungsgebiet lockt, 3. daß der (wahrscheinlich muhammedanische) König dem Bildhauer die Hand abhauen läßt, 4. daß der Zimmermann sich den Daumen abhackt, 5. daß der diebische Chazzan entlarvt wird, 13. daß die Königstochter von einer zwischen Blumen verborgenen Schlange gebissen wird, vielleicht auch, 2. wie der Fuchs den Löwen bindet und tötet, — all dies kann ibn Sabara frei erfunden haben. Selbst die Züge des mephistophelischen Reisebegleiters, des עעץ השטן בן ארנן השד dürften nicht einer wirklichen Person entlehnt sein. Als autobiographischer Reiseroman kann das Sefer . Scha'aschü'im nur mit größter Vorsicht verwertet werden. * Es sei mir gestattet, auch über das Sagengeschichtliche hinaus einige Bemerkungen über die Ausgabe hinzuzufügen. — S. 7, Anm. 1: לעבד נמכר יוסף heißt einfach: ibn Sabara ist Jedem zum Dienst bereit. — S. 117, Anm. 1: Dafür, daß der Prophet in der Heimat wenig gelte, wird Joh 444 angeführt, wo doch der berühmte Satz sich auch bei den Synoptikern findet, Mat 1357, Mc 64, Luc 424. — S. 30, Anm. 3 erklärt Davidson, er kenne den Ursprung des Satzes nicht, man müsse von mehreren Uebeln das Kleinere wählen, deshalb habe Sokrates ein kleines Weib geheiratet. Die anziehende Geschichte dieses angeblich sokratischen Satzes findet sich ausführlich bei Wilh. Hertz, Gesammelte Abhandlungen, Stuttgart-Berlin 1905, S. 29—31. Heine wendet diesen Spruch witzig an. Sein Arzt, Dir. Gruby, war von sehr kleinem Wuchs. Heine scherzte darüber: man müsse von mehreren Uebeln das Kleinere wählen; ex habe einen so kleinen Arzt, daß er fast sagen könnte, er habe keinen. — S. 46, Anm. 1: für להעדותו ist nicht Jech 16u anzuführen, wo עדה im Qal vorkommt, sondern Prov 252;0, wo ibn Sabara מעדה im Sinne von ,,schmücken“ verstanden zu haben scheint. — S. 50, Anm. 1: für כוסה ist nicht Jech 166 מתבוססת, sondern Zech 105 בוסים anzuführen.— S. 73 Anm. 2 Z. 10 ist der Druckfehler כאמר für נאמר auch in der zweiten Auflage beibehalten worden. — S. 235, Z. 236 statt נדר 1. נדור. — S. 86, Anm. 4 und S. 90, Anm. 2 wäre der berühmte Satz anzuführen: Esse opportet ut vivas, non vivere ut edas, welcher durch Moli eres Avare III, 1 volkstümlich wurde und dessen Geschichte sich in den Moliere-Commentaren findet. — S. 92, Anm. 3: Beim Satze: ,,wer leben will, der töte sich“, wäre auch auf das Evangelium zu verweisen: ״wer seine Seele findet, verliert sie, wer sie meinetwegen verliert, der findet sie. Math 1039 und Parallelen. — S. 120, Z. 72 ist statt לברותם hiphil לברותם zu lesen. — S. 125, Z. 29 liest Davidson אפך מעלי הרחק; dagegen ist der gedruckte Text der Angaben von Konstantinopel und-Paris beizubehalten כפך מעלי הרחק, da es auch Hiob 1321 wörtlich so heißt. — S. 155, Z. 9 statt .נצור .1 נצור : - * In seiner ebenso geistvollen wie gelehrten Einleitung schildert Davidson das Sepher Scha'aschüüm als ein Werk, zu dessen Vollendung arabischer Stil, indische Vorstellungskraft, griechische Wissenschaft, morgenländische Weisheit einen Bund der Ergänzung