Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Ein Lebenswerk
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 9)
- Language
- German
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25: botanische Name Nelumbo nichts besagt. Ich habe in der Schnelligkeit nur gefunden, daß bei dem Bohnenverbote des Pythagoras es sich nach manchen um den bohnenähnlichen Kern des Lotos (.Nelumbium spexiosum Willd.) handle, weiß aber nicht, ob eins zum andern kommt. III. Ich habe, von Anfang an erklärt, daß ich außer Stande bin, meritorisch das zu beurteilen, was L ö w in diesem seinem neuesten Buche uns geboten hat. Nur den allgemeinen Eindruck, den auf mich das Buch macht, durfte ich niederschreiben und ausgehend von der Tüchtigkeit, die wir in Löw kennen. Die Kleinigkeiten, die ich anzumerken mir erlaubt habe, nehmen sich gewiß armselig aus, angesichts der tiefen Forschung und dem Reichtum der Ergebnisse, die in dem Buche niedergelegt sind. Hier erlaube ich mir noch einige Bemerkungen, die sich auf die Anlage und den Druck des Buches beziehen. Gewiß ist jedem Autor sein Buch seine ureigenste Schöpfung, die er sich selbstherrlich zurechtlegt, aber auch auf den Leser muß Bedacht genommen werden, und da wäre manches anders zu machen gewesen. Wir sind von L ö w s Aram. Pilanzennamen her gewöhnt, daß man sein Werk nicht lesen kann; dem gegenüber ist ja die ״Flora“ ein reiner Blumengarten, in welchem es herrliche Partien gibt, aber zu einem ungestörten Genüsse kommt man auch da nicht. Abgesehen von dem botanischen System und den botanischen Namen, die zu verstehen uns leider nicht gegeben ist, gibts da die vielen Siglen und Abkürzungen1, zu denen den meisten Lesern die Schlüssel fehlen. Auch die Anlage der einzelnen Artikel weist erhebiiche Verschiedenheiten auf; so z. B. arabische Iris-Namen fast am Ende des Kapitels (S. 6); arabische Labiaten-Namen gleich am Anfänge des Kapitels (S. 65); es mag da ein Grund obwalten, den ich aber nicht sehe. Bei der gedachten äußersten Kürze in Löws Ausdruck, ein Ding, das ja manch Gutes hat, halte ich es für wunderlich, daß manchmal dasselbe Ding fast mit denselben Worten und dicht nebeneinander zweimal gesagt wird; siehe z. B. Ibn Esra zu Nehem. 815 (S. 263) und dasselbe (S. 264); auf S. 266 wird auf der ganzen Seite davon gesprochen, warum die Myrte zur Habdala genommen wird, und dann heißt es auf S. 267 gegen unten wieder: ״Warum die Myrte allen übrigen wohlriechenden Substanzen ... vorgezogen wurde, ist schwer zu sagen“. Das ist ein Mangel in der Redaktion2, der gewiß zu verzeihen ist, da doch das Material ungeheuer groß ist und zudem das Buch während L ö w s Untersuchungshaft (s. Vorwort) redigiert wurde. Zu bedauern ist ferner, daß die Namen gewisser Autoren nicht einheitlich geschrieben werden; z. B. 7 Anm. 3 Grätz, sonst richtig 1 Ich erwähne: M. Zs. (S. 20, 62 und oft), schreibe zumindest M. Zs. Sz(emle). C. (S. 170 und sonst) Chr. Ghronicon. Komisch nimmt sich aus A. O. B'a eher zweimal nach einander (S. 36). Grünbaum ges. Sehr. (S. 143) gibt es nicht; lies ges.. Aufs ätze. REJ Actes CGIII (S. 172) ist eine unmögliche Zitierung; das Jahr ist unbedingt notwendig, 2 Vgl. auch Maria S. 361; schon gesagt S. 357.