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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · Heft 1 · p. Seite 23

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
68 (1924)
Issue
Heft 1
Article
Ein Lebenswerk
Date
1924-01-01
Page
Seite 23 (sequence 7)
Language
German
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23 Auch über שום Knoblauch findet man bei L. ungeheuer viel Material. Hier wie auch sonst zeigt er (S. 141), wie das betreffende Ding wohlgeordnet mischnisch zu belegen ist; schon die Ordnung der Stellen ist von großem Wert. Zu עליאין שבגג Aloe auf dem Dache (T. Sebiith I E. 62) bei löw s: 150 vgl. ספחים שבראשי גגות (T. ib. rn P. 64)J, so daß Josef Karos Ansicht: ,,die auf dem Dache aufgehenu eine Art Stützung erfährt. חבצלת, das man vielfach für die Lilie oder Narzisse hielt, wird mit Bestimmtheit als Colchicum Herbstzeitlose2 erklärt (S. 156 f.). Damit ist es scheinbar mit einem Stück biblischer Poesie aus, denn die Herbstzeitlose erweckt bei uns, da sie den Todesschlaf der Natur ankündigt, keine Freude. Aber im Orient, wo diese Blume, die auch schön ist, nach dem ersten Herbstregen aufsproßt, wird sie freudig begrüßt. Dafür ist שושנה die Lilie; Nach der Theorie von Rnbinovicz, der großen Wert legt auf זוגות, d. h. daß zwei Bäume, Blumen oder Dorngattungen, die nebeneinander genannt sind, etwas mit einander zu tun haben müssen (mündlich), muß auch zwischen Zeitlose und Lilie eine Relation existieren, und ich bin zu wenig sachkundig, um das angeben zu können; bei L ö w finde ich es nicht. Zu den vielen unberechtigten Verwendungen des Wortes שושן (vgl. S. 167) gehört übrigens auch dessen Verwendung in der phantastischen Beschreibung der Lampe des Heiligtums in Trg. Seni zu Esther l3 p. 228 ed. Lagarde: שושנהא neben חזורהא (s. Le V y Trg. Wb. 1, 248). Zu sakaik en-no’man (S. 165 Anm. 1) s.• jetzt S. Joseph, Gibeath Saul ed. K r a u s s p. 368. Es ist bei L ö w S. 168 (gegenüber S. 165) nicht ersichtlich, ob er die Ableitung שושנה von 6 שש (sechs weiße Blumenblätter) aufrecht hält oder nicht; Rnbinovicz behauptet das allen Ernstes, aber ich mag nicht daran glauben. Es ist wohl egyptisches Lehnwort (3. Löw S. 165 und Gesenius Wb.). Zu קרמולין (S. 171), das L ö w noch zu behandeln gedenkt, sei vorläufig auf L ö w in LW 569. hingewiesen. S. 172: Benaja ist wie die Lilie am Bache (II. Esther 1 p. 19 Cassel) — ich setze her aus ed. Lagarde p. 232 ודמי לשושנה דקאים על פצידי דמיא (warum קאים männlich?). Zur Polemik über den Kalirsehen Pijjut שושן עמלן איומה, wofür Löw (S. 183) auf Sachs, Machsor 4, 269 verweist, ist auf W. Heidenheim (Machsor 4,156, Wien 1834) zu verweisen1. חצב Meerzwiebel (S. 188 ff.) ist eine der schönsten Untersuchungen Löws. Wenn aber die Etymologie gesucht wird, sollte an bh חצב eindringen (חצב Steinhauer, מחצב Steinbruch) nicht vergessen werden; die Pflanze dringt mit ihren Wurzeln tief in die Erde ein und wurde darum zur Grenzmarlderung der Felder verwendet. Die Bemerkung des Guisiuszu Kilaim 1, 8 ( L ö w 193) ist wohl in umgekehrter Richtung zutreffend: der Krug חצב (Levy 2, 97) hat seinen Namen, weil er der Meerzwiebel ähnlich gestaltet ist 1 Kr aus s, Kadmonijjoth ha-Talmud I 329. 2 Wegen Herbst-Zeitlose möchte ich Golch. [autumnäle] schreiben. 3 Uebrigens wieder ein Beispiel, wie sehr L Ö w eindringt.

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