Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Ein Lebenswerk
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 6)
- Language
- German
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22 hart daneben steht, nicht fehlen; und wenn סתקשקש ,,die Nuß rasselt" charakteristisch ist (Löw 38), so doch auch מדרדר und'מתגלגל ״rollt und wälzt sich" (Sir R. a. 0.)י Zu קיטרא nodus (Löw 42 oben) vgl. דקטרי b. Tamid 29b (dort Variante דקטמיי)/ Es fehlt ferner die Angabe, daß ein dem Rabbi geschenktes Kleid zusammengerollt nicht größer als eine Nuß bezw. halbe Nuß war; nach anderen war das Kleid sogar in der Nußschale gelegen (die große indische Nuß soll gemeint sein, Talm. Arch. 1, 132 oben). Zu dem Rätsel der Königin von Saba ( L ö w 57) vgl. S. Schechter in der engl. Ztschr. Folklore I (1890) 353 (aus Midr. החפץ) und meine Ausführungen in Byz. Ztschr. XI (1902) 126. Ich habe mich nicht zu beklagen, daß Löw meine Schriften zu wenig anführt, und es liegt mir auch jeder Gedanke fern, mit Zitaten zu protzen, aber unseren Autor kennend, nehme ich an, daß es in erster Reihe ihm lieb sein wird, auf einschlägige Literatur verwiesen zu werden. Von S. 72 bis 101 spricht L. vom biblischen Ysop. Wie nun diese Pflanze, die im isr. Opferkultus und demgemäß auch in der Halakha und fernerhin auch im N. T. eine Wichtigkeit erlangt hat, die zu ihrer natürlichen Bedeutung in gar keinem Verhältnis steht, endgültig mit Origanum maru L. identifiziert wird, ist eine Glanzleistung, für die wir Löw ewig dankbar sein werden. Wie er über Sprengel, Post und F o n c k endlich zu diesem Ergebnis kommt, ist eine interessante Lektüre, wenigstens für solche, die entweder biblisch oder botanisch an der Sache Interesse nehmen. Leicht macht einem L. das Mitforschen nicht. Das Wesen der Sache ist, daß mit אזוב ein unserem Majoran ähnliches Gewächs gemeint ist, dessen behaarte Blätter und Stengel die Flüssigkeit leicht aufnehmen und abgeben, und deshalb bei religiösen Kulthandlungen zum Besprengen verwendet werden1. Die Samaritaner verwenden noch heute bei ihrem Paschaopfer ein Bündel vom gewöhnlichen zaHar, also von Origanum Maru. Die' Pflanze wird zu S. 98 auch im Bilde vorgeführt. Daß die ganze Abhandlung schon in Sitzungsberichten Akademie Wien Bd. 161 (1909) gegeben worden, sollte deutlicher gesagt werden, als es geschieht, und dasselbe habe ich zu bemerken auch inbetreff anderer Löw’schen Abhandlungen (z. B. über Erwe• und Wicke ZA Bd. 30). Löw selbst hat mich zumeist in den Stand gesetzt, seine Arbeiten zu besitzen; anderen wird es wohl nicht leicht fallen, diese bibliographischen Feststellungen zu machen. Wie bei אזוב in der minutiösesten Weise Schreibung und Ausspräche festgestellt ward (S. 86 f.), so auch bei בצל Zwiebel (S. 126), und somit dürfte auch die Feststellung gestattet sein, daß man immer nur בצלים mit m findet (bh) und nicht wie etwa כרישין (S. 134) mit n. Auf S. 138 fehlt die ■ Transkription von בורי קפיטינוטי (it.) porree capitenuti? Zu קפלוט S. 136 f. möchte ich ergänzen Maharii ed. Crem. 104a אבל קפלוט שקורין קאפוש א״נ ווישקרוט Kapos(t) oder Weißkraut; vgl. קופושט in Leket Joser I, 123,124, wo noch mehreres — wenn auch botanisch׳ nicht richtig. 1 Vgl. Wimm er 32.