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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · Heft 1 · p. Seite 20

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
68 (1924)
Issue
Heft 1
Article
Ein Lebenswerk
Date
1924-01-01
Page
Seite 20 (sequence 4)
Language
German
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20 (eigenti. ■ העאן Aloe nh.). חצב, אורב, אגרו, כרכים (nh.) ,חרוב, שפזה דקר, דה, חרבות, הדם, .פשתה, שושנה (nh.), קברת (nh.), עדשה und רתס hier das erste Mal einer gründlichen, und wie wir hoffen, endgültigen Forschung zugeführt werden. Hebräisch und aramäisch כרכם ist homonym für zwei ganz verschiedene Pflanzen: für Safran und Gilbwurz; in Hl. 4, 13 und ebenso in der Baraitha vom Räucherwerk (b. Kerith. 6a, j. Joma IV, 41d Z. 19) neben indischen Gewürzen genannt, ist die indische Curcuma, die Gilbwurz, gemeint, während es in der Mischna, unter Sämereien genannt, den Safran bedeutet; die Tradition hat aber für biblisches und mischnisches karkom immer nur Safran angenommen. Welcher Art die Fehler sind, die hier unterlaufen, zeigt Löw (73) u. a. an Gr<aetz Hl. 164, wo anstatt wohlriechende ,,Narde oder crocus“ wohlriechende ,,Narbe des crocus“ zu lesen ist. Die Redensart פניהם מכורכמות Gen. R. 99, 8 etc., von Löw (S. 10) ausführlich .besprochen, hätte in Talm. Arch. 1, 252 (was aber L. nicht moniert) einen Platz, finden sollen, und ist bei mir handschriftlich schon längst nachgetragen worden. Wenn ich Herrn Dr, E. Rubino vicz, der sich hier in Wien sowohl privatim mir gegenüber als auch im öffentlichen Vortrage darüber geäußert hat, recht verstanden habe, ist er der Meinung, daß eine doppelte Bedeutung des Verbs: safrangelb werden und schamrot werden (Löw) — nicht gut möglich ist, daß das Verb in diesem Zusammenhange vielmehr durchaus nur ,,rot werden“ bedeute, indem es sich, bei den Juden eben in dieser Bedeutung festgesetzt habe; d. h. dieses כרכם ist eben von ,כ Gilbwurz gebildet worden. Vgl. auch die bei L. 15 angeführte gaonäische Erklärung zu כרכם pp eine hornförmige Wurzel, die . . . rot färbt etc., wozu L ö w: ״Diese Erklärung meint die Gilbwurz“. In diesem Zusammenhänge findet sich bei Löw (S. 15) .ein Satz, den er mit einer gewissen Feierlichkeit vorträgt und den ich nicht ohne Bemerkung lassen kann. ״Ich bemerke ausdrücklich“, sagt Löw ״daß man den Umstand, daß 1רשקא syrisch neben 1ורדא steht, nicht dazu benutzen darf, darin einen Beweis für die dem Targum (Hl. 4, 13 f.) zugeschriebene Texteslesart 1ורד statt Ttt1 zu finden“ (richtet sich gegen Graetz zu Hl. a. O.). ״Uebrigens ist von der Ueberflüssigkeit dieser Textänderung abgesehen wered kein Lehnwort aus dem Griechischen (s. Kraus s LW. s. v.)“. :In der Tat bemerkt L. schon zu LW. dasselbe; doch die Berufung .auf Hehn2 bei L. (daselbst) ist keineswegs beweiskräftig für Löw, eher gegen ihn. Hehn3 sagt: ״Die edle Gartenrose war also den Griechen früher bekannt als den alten Hebräern und ist •, 1 Bei Löw sind alle diese Worte, wie auch Jcarkom (S. ל) etc. in lateinisehen Lettern gesetzt worden, offenbar um den Druck zu erleichtern (weiter״ hin in dem Buche sieht es anders aus), aber ich ziehe es vor, sie hebräisch zu schreiben. 2 Gemeint ist Vikt or H ehn , Kulturpflanzen und Haustiere { Löw zitiert die 8, Aufl;., ich benütze die 7. Aufl., die ich besitze). 8 H e h n s Worte finde ich auch zitiert bei J. Wimmer, Palästinas Boden mit seiner Pflanzen- und Tierwelt (Köln 1902) S. 61. Für Laien ein nützliches Buch, das ich'aber bei L ö w nie zitiert sehe.

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