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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · Heft 1 · p. Seite 9

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
68 (1924)
Issue
Heft 1
Article
Philipp Bloch
Date
1924-01-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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9 Stadien der Kabbala gegeneinander abzugrenzen ־and den Fortgang der Gedanken aufzuzeigen. Wenn seine Darstellung auch vorwiegend das theoretische Element der Kabbala berücksichtigt/so ist sie in dieser Beziehung doch mit eindringendem Verständnis geschrieben, und die hier nur in knapper Form dargebotenen Gesichtspunkte hätten ausgereicht, um auch eine umfassendere Darstellung zu fundieren. Eine Fortsetzung dieser nur bis zum Ende des Mittelalters wirklich durchgeführten Arbeit bietet der Aufsatz: ,,Die Kabbala auf ihrem Höhepunkte und ihre Meister“ (MGWJ 1905), der die Kabbala des 16. Jahrhunderts behandelt. Die Darstellung der kabbalistischen Theorien tritt hier allerdings stark zurück, die. Haupt- Sache sind die sehr anziehenden Porträts ihrer ,,Meister“ und die Behandlung der sie verherrlichenden Legenden. Schon früh hatte Bloch sich auch Untersuchungen über den Midrasch zugewandt. Der unmittelbare Gegenstand seiner ״Studien zur Agada“ (MGWJ 85 und 86) ist das voraussichtlich älteste unter den agadischen Midraschwerken, die ״Pesikta derab Kahana“, welche Auslegungen der für die Festtage und besondere, ausgezeichnete Sabbate bestimmten Bibelabschnitte enthält. Ihrer Intention nach greift die Untersuchung aber über dieses einzelne Werk hinaus und will einen Einblick in die Elemente der agadischen Literatur überhaupt gewinnen. Die mit großer Subtilität und feinem Stilgefühl geführte Untersuchung hat sich zwar in ihren Ergebnissen nicht allgemein durchsetzen können, hat aber durch den Reichtum ihrer Beobachtungen außerordentlich nutzbringend gewirkt, und/ noch nach einem Vierteljahrhundert hat der erste Kenner der Agada, Wilhelm Bacher, rühmend auf ihre vielfachen wertvollen Beobach״ tungen hingewiesen. Leider sind der Arbeit die ursprünglich in Aussicht genommenen Fortsetzungen nicht gefolgt. Bloch hat auf agadischem Gebiete nur noch einige kleine Aufsätze geschrieben,. Ein Beitrag zur Festschrift zum 80. Geburtstag Moritz . Steinschneiders, gibt eine ״Uebersetzungsprobe aus der Pesikta derab Kahana“, die gleichzeitig an den übersetzten Stücken die Richtigkeit der in der früheren Abhandlung versuchten Analyse deutlich machen will. Für ,, JudaicafC, die Festschrift zu Hermann Cohens 70. Geburtstag, steuerte er eine Abhandlung über ,,Spuren alter Volksbücher in der Agada“ bei, die wiederum ah der Pesikta den volkstümlichen Ursprung der in den hebräischen Text des Midrasch eingesprengten aramäischen Sprichwörter, Sentenzen und größerer erzählender Partien nachzuweisen sucht. Endlich hat Bloch in dem Sammelwerk ״Soziale Ethik im Judentum“ (1913), einen Beitrag über Volksbildung geliefert. Er findet ihre Mittel in den öffentlichen Thora Vorlesungen, den Uebersetzungen

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