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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 1 · p. Seite 54

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 1
Article
Die Einleitung zu David ben Merwans Religionsphilosophie wiedergefunden
Date
1922-01-01
Page
Seite 54 (sequence 7)
Language
German
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.־ . . י ■7 . , 54 an mehreren Stellen seines klassischen Buches über die Philosophie des Gaon aus Sura gezeigt hat, gerade mit al-Djubbai und Abu Hashim übereinstimmt, scheint unser Philosoph rücksichtslos gegen beide und ihre jüdischen Anhänger zu eifern. Die Anhänger der Djubbaiten werden als Häretiker, als Unwissende bezeichnet. Sie scheinen auch messianische Erwartungen gehegt zu haben. Die Enttäuschung blieb nicht aus. ׳ Die Einleitung schließt mit einigen allgemeinen verdammenden Worten über die Blindheit der Gegner. Das Buch über die Einheit Gottes folgte hierauf, das in sieben Kapitel eingeteilt gewesen ist. Die Terminologie und der Stil des Verfassers sind aus mehreren Gründen beachtenswert. Der Verf. verwendet das tannaitische פשוטו;(10 ׳!)* 1כללו של דבר (in, 13, v, 3); מדרשם ופירושם׳ (V, 6 f.); לא ממשמע " כי ממשמע (V, 7 f.). Die Zitate aus der Schrift werden stets mit ככתוב eingeführt. Von einzelnen Ausdrücken und Phrasen seien angeführt: 8 ,1) היו יודעים לנפשם) oder לא י־דעים עדותם על נפשם (IV, 16) und כי גם המה יעידו על נפשם (V, 9)2. Sachlich ist zu den Texten zu bemerken, daß die vorgetragenen Ideen und Vorstellungen sich meistens mit den Lehren der Agada ״decken, obwohl außer der heiligen Schrift nur noch der Koran (IX, 3) und eine Schrift der bekämpften Sekte (I, 1 f.) zitiert werden. Die Vorstellung von der Präexistenz Israels wird Gen. r. I, 4, ed. Theodor S. 6 vorgetragen. Der Beweis ist dort allerdings Ps 742. Die Idee, daß Gott Jakob den Namen selbst erteilt hatte, während Esaü ihn von . seiner. Umgebung empfangen hatte, geht auf den Agadisten R. Isaak in Gen. r. 63, 12 zurück, s. auch Lekah Tob, Gen. 61a, Midr. Agada p. 63, Sechei Tob p. 98. Die Erwählung Israels vor der Weltschöpfung, das Bild von der Existenz des Erbauers vor dem Hausbau, die Ewigkeit und Unaufhörlichkeit Israels sind rein agadisch; Parallelen ließen sich in Hülle und Fülle heranziehen. Geschichtliches Interesse haben in den Fragmenten folgende Punkte. Es scheint, daß zur Zeit des Verfassers Proselytenaufnahmen nicht selten gewesen sind (II, 14 f.). Samaritaner wohnten nicht außerhalb Palästinas (V, 10). Der Bilderkultus war in der Christ-, liehen Kirche sehr verbreitet (VI, 3 1). Sektierer verfolgen die Juden ziher, Kitab maani al nafs. Berlin 1907. S. 4. Steinschneider, Gat. Hebr. Lugduno Batavae. S. 165 und 169, I. Q. R. XVIII. 356. The Encycl. o! Islam I 1057. 1 Vgl. auch הלכות ריץ ג״את II. 28 ed. Bamberger. 2 Vgl. auch Frgmt. Bodl. 2776,5, f01. 13,15 הו עד בנפשו, jetzt J. Q. R. N. S. XII. 274.

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