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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 1 · p. Seite 52

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 1
Article
Die Einleitung zu David ben Merwans Religionsphilosophie wiedergefunden
Date
1922-01-01
Page
Seite 52 (sequence 5)
Language
German
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'52 die Kuthäer, schlimmer als die Juden, die sich dem Stifter des Islams angeschlossen haben. Die Namen ־und Beteiligung dieser Juden werden mit einer gewissen Ausführlichkeit geschildert. Ihre Absicht war aber lobenswert, denn sie ,wollten in jenen kritischen Zeiten ihrem Volke Hilfe leisten. Nicht so die Sektierer! Sie sondern sich ab von den Erwählten Gottes, von ihrem Glauben, von der Lehre Gottes. In ihrer Dummheit, Verirrung und Blödheit wenden sie sich ab von den Satzungen Gottes, von den Gesetzen der heiligen Lehre. Sie gehen dem Eitlen und ihren Gedanken nach. Die Sektierer scheinen wahre Eklektiker gewesen zu sein, die von den מוכלל י כני ישמעאל (Mutaziliten?), von den Christen, von den Samaritanern und ברהמאנים Lehrsätze und Religionsmeinungen entlehnt haben. Sie leugnen die Großtaten Gottes, die Er den Israeliten erwiesen hat, sie verwerfen die praktische Gesetzesübung und wollen von einem Missionsberuf des jüdischen Volkes nichts hören. Hierauf beweist der Verfasser, daß man nur von der Gemeinde Jakobs als Gottesgemeinschaft reden kann. Weder von einer Gemeinde Noahs, noch von einer Abrahams oder Israels, sondern nur von einer solchen Jakobs ist in der Schrift die Rede. Die Noachiden, wie Ismael *und Esau, sind nicht inbegriffen. Das Fragment Cambridge bricht mit einem langen Zitat aus Jes. 4812 ff. ab. Der zweite Teil des Adlerschen Fragments ergänzt hier wieder das Cambridger Fragment. Dieser Teil enthält die Exegese dieser Stellen aus dem Propheten Jesaja. Der Zweck derselben ist zu beweisen: erstens, daß Jakob und Israel identisch seien; zweitens, daß zwar Esau seinen Namen von einem Menschen erhalten hat, dem Jakob dagegen der Name schon bei der Geburt von Gott erteilt wurde. In einer zweiten Erklärung behauptet der Verfasser, daß Jakob-Israel zu den vorweltlichen Namen gehören. Wie Israel präexistent ist, so ist es auch ewig. ‘Die Schöpfung geschah nach der Erwählung Israels. Das Schaffen Gottes muß man־ sich kollektiv denken. Diese Gedanken sind agadisch, wie gleich gezeigt werden soll. Der Verfasser verfolgt das bestimmte Prinzip, um zu beweisen, daß Israel noch vor der Weltschöpfung existiert hat, seinethalben wurde die Welt geschaffen, sodaß weder Adams, noch Noahs, noch Abrahams oder Isaaks Nachkommen, mit Ausnahme Israels, berechtigt sind, den Anspruch auf das wahre Israeltum (wenn man ein solches Wort prägen darf!) zu erheben. Am Schlüsse findet sich eine scharfe Polemik gegen gewisse Kreise, deren Anschauungen mit denen des Verfassers nicht übereinstimmen. Anlehnend an Ps 1067 ruft er aus: ,,Diese Männer irren und gedenken nicht Gottes Macht und Zeichen, verstehen

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