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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 1 · p. Seite 26

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 1
Article
Mose am Dornbusch
Date
1922-01-01
Page
Seite 26 (sequence 16)
Language
German
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überflüssige Fragen, auf die er sich, wenn sie wörtlich genommen werden, die Antwort selbst sagen könnte. Und doch horchen sie gespannt auf die Antwort Gottes hin, ob er sie nicht anders — so wie Mose sie gerne verstanden haben möchte — verstehen und damit seinen Plan verraten wird. Aber Gott verspottet die gespielte Einfalt, indem er die Fragen wie ernstgemeint nimmt und sie sachlich, sich an den Buchstaben haltend, beantwortet. Dennoch läßt er ihn nicht leer ausgehen und gibt immer deutlichere Winke, die Mose; verstehen müßte, wenn er nur wollte und nicht immer mehr verlangte. Ersteff ende v. 11—12. Mose: ,,Wer bin ich (א(מי אנכי, daß ich zu Pharao gehen und daß ich die Kinder Israel aus Aegypten führen' soll?“ Die beiden koordinierten Sätze כי אלך ♦ ♦ ♦ וכי א*ציא verhalten sich wie Mittel und Zweck, so daß der zweite auch durch להוציא hätte ausgedrückt werden können. Dies ersieht man aus der der unserigen nachgebildeten Rede Pharaos 52 מי י/ אשר אשמע בקולו לשלח את כ״י, wofür gleich darauf zwei koordinierte Sätze folgen: לא ידעתי את י׳וגם את ב״י לא אשלח (vgl. %. b. Dt 67 mit 1119). Aber Mose antwortet in zwei koordinierten Sätzen, weil der Auftrag Gottes in gleicher Weise geformt war לכה ♦ ♦ ♦ והוצא und die Koordination die Schwierigkeit sowohl des Zweckes als des Mittels stärker hervorhebt. Diese grammatische Feststellung ist nicht überflüssig. Sie gewährleistet uns die Einheitlichkeit aller Einwendungen Moses. Ihr Motiv ist durchgehends: Werde ich die nötige Autorität haben, um durch mein Auftreten solchen Enderfolg zu bewirken? Nun ist zwar Moses Rede der Form nach unbestreitbar Sprache der Selbstherabsetzung und Demut (wie מי . 4 ♦ ומי Ri 928• 38> I s 18lg, 11 S 718) und gleichbedeutend mit ,קטנתי (Gen 32״ cfr. 1 s 738 מי אני ומי ביתי — ותקטן עוד ואת בעיניך), aber es ist eine unangebrachte Demut, gleich als ob e r der Vollbringer sein soll. Mag es aber auch für den Augenschein gelten, als ob Mose durch sein Auftreten Pharao zwingt und Israel :aus Aegypten führt, mag es auch später Israel in den Stunden der Schwachheit so erschienen sein, Mose selbst muß wissen, daß er nur ein Werkzeug Gottes ist und hätte sich die Antwort: ,Jch werde mit dir sein“ selber sagen können. Denn ein göttliches Geh! enthält immer auch ein: Ich werde mit dir sein. Aber in Wahrheit will Mose fragen :womit werde ich mich als dein Gesandter ausweisen? Er will zum Voraus Gott seine Zeichen und Wunder entlocken. Denn selbstverständlich kann er nur mit solchen bei Pharao Eindruck zu machen hoffen. So einfach und ohne Nebensinn die Antwort Gottes׳ klingt, so weist sie doch bereits weiter mit ihrem אהיה• Sie sagt: das Wie überlaß mir. Was aber den Enderfolg anbetrifft, so sei

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