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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 1 · p. Seite 24

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 1
Article
Mose am Dornbusch
Date
1922-01-01
Page
Seite 24 (sequence 14)
Language
German
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Die Rede Gottes beschränkt sich auf das Tatsächliche, nur die zu bewirkenden Ereignisse skizziert sie in großen Strichen: ich habe die Leiden meines Volkes gesehen und werde sie aus Aegypten nach Kanaan bringen. Wegen dieses sachlichen Charakters verlangt die Rede aber auch sogleich die Fortsetzung: wie, durch welches Werkzeug Gott solches ausführen wird. Dies ist die erste Frage, da Gott nie unmittelbar handelt. Er sendet seine Boten. Dies Wort ist jetzt unfehlbar zu erwarten. Daher erscheint es jetzt nach zweimaligem (wie z. B. Gen 455. 8, dreimal Jos 1410. 10. 12), die Folgerung ziehenden ועתה, von denen jeder das Vorhergehende abschließt: v. 9: also, wie gesagt, das Schreien der Kinder Israel ist zu mir gekommen (צעקה und בא אל׳ forensisch) und auch habe ich die Drangsale gesehen, mit der die Aegypter sie bedrängen (wie immer bei wiederholenden Reden variierend, sowohl in der Wahl der Worte als in der Stellung der Glieder צעקתם שמעתי DJ1; דאה ראית^את עני ־־־ וגם ראיתי את הלחץ — צעקתם באה אלי),' so gehe denn, ich sende dich zu Pharao und führe mein Volk, die Kinder Israel (so kombiniert aus עבי v. 7 und ב׳י V. 9) aus Aegypten. Damit hat sich etwas noch nie Dagewesenes begeben: Einen Menschen hat Gott dazu berufen, sein Wort und Werk bei andern Menschen auszuführen und somit den Stein ins Rollen zu bringen. Mose soll der Gesandte G o 11 e s werden. Daß Gott ihn s e n d e (שלח), darum dreht sich die ganze Unterredung (v. 12. 13. 14. 15), mit diesem offiziellen Ausdruck tritt er vor Pharao, da die Plagen beginnen (722), darauf beruft er sich in seinem späteren Leben, wenn seine Vollmacht angezweifelt wird (Nu ll28f.) und darin wird am Schluß sein Lebenswerk zusammengefaßt. Das ist etwas Ungeheures. Mose wird den Himmlischen, die bisher allein dies Amt hatten, gleichgestellt, er von A m u r r a gerichteten Brief, dessen Land mit Kinahhi bezeichnet! (vgl. Böhl, Kanaanäer und Hebräer 1911, p. 2 und Knudtzor, p. 1252 und 1268). Immerhin kann man Folgendes beobachten. Die Kanaaniter stehen in der Thora dann voran, wenn das Land nach seiner Beschaffenheit gepriesen wird, also wenn es ״ זבת חלב ודבשgenannt ist: 3g. 17, l;35, 332, denn sie hatten die vom Jordan bewässerte Ebene inne (Nu 1329, Jos 113), die das Land Aegypten am ähnlichsten machte (Gen 130נ), ihren Boden betrat Israel zuerst, als es den Jordan überschritt (darum auch Jos 310) und darum haben nur sie für die Israeliten dem Lande den Namen כנען abgegeben. Darauf folgen Chitti- Emori oder Emori-Ghitti und den Be- Schluß machen Chiwi־ Jebusi (so auch 2323, 34u, Dt 2017 י1ל, Jes 91124 ,128 יn)i Die sieben Völker Dt ל! bedeutet: diesegr oße Zahl, daher der Aus־ druck später stehend wird und Gen 15lsff. ist sie sogar auf die nächst höhere, die Ze hn , erhöht.

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