Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 66 (1922)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Mose am Dornbusch
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 13)
- Language
- German
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23 durch die das Hebräische unser ״im Begriffe stehen, sich anschicken** ausdrückt z. b. 1עבד, יצא, בא. Das Land, in das Gott sie führen, will, wird mit drei, angeblich sämtlich redaktionellen aber sämtlich notwendigen und ursprüngliehen, Bestimmungen charakterisiert: 1) in ein gutes und geräumiges Land — damit ist es o b j e k t i v als ein solches bezeichnet, wie es Israel braucht vgl. Nu 1318ff., 2) in ein Land, das ,,von Milch und Honig fließt‘*, also Aegypten und keinem anderen Lande an Fruchtbarkeit nachsteht. Mit dieser zweiten drastischen Bezeichnung soll Mose eine lebendige Vorstellung von dem Lande erhalten, da er es nicht aus eigener Anschauung kennt, deshalb nie gegenüber den Erzvätern in der Genesis und zürn ersten Male hier außerhalb Kanaans2. Bei alledem wissen wir aber noch nicht, wo dieses Land liegt, deshalb 3) in den (jetzigen) Wohnsitz des Kanaaniters und Hettiters und Emoriters und Pheresiters und Jebusiters. Nur hier מקרם statt sonstigem אלץ. womit schon die Schwierigkeit ihrer Vertreibung und Gottes Entschluß dazu angedeutet wird3. 1 s. meine Bemerkung zu עובר לעשייתן ZDMG LV1S6 und Jeschurun VI 323 f. 2 Alle weithergeholten mystischen oder mythologischen Erklärungen des Ausdruckes ובת חלב ודבש sind entweder falsch oder treffen nicht das Ursprüngliche. Milch und Honig sind Genußmittel seihst für u n - mündige Kinder. Denn sie sind — das eine vom Tier, das andere von Pflanzen — die einzigen, die ohne jede Zubereitung genossen werden können und nicht die geringsten ungenießbaren oder schädlichen Bestandteile haben, daher bei ihnen keine Vorsicht oder Unterscheidung und Auswahl des טוב vom רע nötig ist und man sie unbedenklich selbst dem kleinsten Kinde geben kann, cfr. Jes 715. Rahm und Honig wird er essen, bevor er den Verstand hat, das Schlechteste zu verwerfen und das Gute zu wählen (•מאום ברע ובחור בטוב). Gut und schlecht ist ursprünglich, was gut oder schlecht schmeckt. Es ist ein uralter Ausdruck für ,,ein Schlaraffenland“, stammend aus dem ״Preis des Landes“ (s. u.) und gehört sprachlich in das noch der Behandlung harrende Kapitel: ״Drastische Ausdrucksweise“, wie baden in Wein, ersticken im Fett, schwimmen in Blut u. ö. — Einige Verse weiter 84sagt Jesaja: ״bevor der Knabe Vater und Mutter sagen kann“, dazu vgl. Ber 40a: ein Kind kann nicht Vater und Mutter sagen, bevor es Brot schmeckt (עד שיטעם טעג. דגן). 3 Die Gründe für die wechselnde Reihenfolge und Vollständigkeit bei der Aufzählung der kanaanitischen Völkerschaften können wir nicht mehr erkennen, da wir über ihre Wohnsitze nur lückenhaft unterrichtet sind. Wie gewagt und verfehlt literarische Schlüsse sind z. B. (Smend 116 Anm.), daß bei J2 (Ex 3 8. 17, 332, Jos 310) die Kanaaniter, bei E (Ex 2328, Jos 24u) die Amoriter voranstehen, entsprechend der ״Tatsache“, daß J2 im Westjordanlande, die Vorsassen Iteraels apotiore Kanaaniter nennt, E a potiore Amoriter, lehren einige Stellen in den Tel Amarna-Briefen. Ribaddi von Byblos braucht für das Gebiet, in dem die Städte seiner Einflußsphäre liegen, durcheinander Amurru (אמורי) und Kinahni (11241 ,(כנען wird in einem an den Fürsten Aziri