Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 66 (1922)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Eine neue Hypothese über den Ursprung des Magén David
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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David bei Abb. 3 in der Richtung (Schnittebene) EEX zersägt wird. Der so entstandene Stern, der in Abb. 4 besonders herausgezeichnet ist, entspricht jedoch bei näherer Betrachtung nicht genau dem üblichen MD. Dieser, aus zwei gleichseitigen Dreiecken bestehend, also mit durchweg 60° in den 6 gleichen Spitzen. Der hier vorgeführte besteht aus zwei gleichschenkeligen Dreiecken mit einem Winkel von je n 51°, 51*, 14,32” in der oberen bzw. unteren Spitze. Und dieser so genau berechnete Winkel bi!rgt nach N. das symbolische Geheimnis, ״daß die Erde in 365 Tagen 5 Stunden 40 Minuten 9,03 Sekunden in einer Entfernung von 232 710 Millionen 566 932,577 aeg. Ellen 148,148 Millionen Kilometern einen Umlauf um die Sonne vollendet“1. Eine aridere MD-Eorm fand N. durch weitere theoretische Kombinationen und Schnitte, deren Erörterung hier zu weit führen würde; sie ist in ihrer gedrückten Form mit Winkeln an der Basis in Abb. 5 wiedergegeben. Man wird Nöthling vielleicht entgegenhalten, daß er in seinen theoretischen Untersuchungen zu weit gehe, und daß er den Erstellern des Wunderbaues diesen Sphären-Magen-David vielleicht imputiere. Gegen diese Auffassung spricht nun eine höchst seltsame Entdeckung, die N. mitteilt und die allerdings kunstgeschichtlich noch eingehend zu untersuchen wäre: Denkt man sich nämlich in Abb. 3 die oben bzw. unten herausragende Pyramidenspitze fort, so bleibt ein amboßartiger, quadratischer Doppelstumpf übrig. N. hat diesen eigenartigen Körper vorher als Postament der Shin Gotama-Statuen in Birma gesehen; ״noch mehr trat dieser eigenartige Charakter bei dem Aufbau des Thrones im Palast zu Mandale hervor. Neben den eigenartigen Hörnern im Oberteil ist das besondere Charakteristikum der Unterbau, der aus zwei einander zugekehrten, abgestumpften, quadratischen Pyramiden .... besteht“. Diese Einschnürung eines Postamentes,, zu einer — wenn ich so sagen darf — Taille, ist architektonisch allerdings mysteriös; in dieser Form ein Symbol zu vermuten, erscheint wahrscheinlich. Trifft dies aber zu, so erscheint* es ganz natürlich, daß man beim Bau der Cheopspyramide, deren Einzelheiten in Form, Neigungswinkel, Abmessungen, Schrägrichtung der Innengänge usw. be- 1 Ueber diese Beziehungen, die sich aus dem Verhältnis der Seitenlange zur Höhe der Cheops-Pyramide ergeben, enthält das N.’sche Werk eingehende Berechnungen.