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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 1 · p. Seite 5

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 1
Article
Eine neue Hypothese über den Ursprung des Magén David
Date
1922-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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0 Pyramide zur Umlaufszeit der Erde und ihrer Entfernung zur Sonne hingewiesen hat, fand er, rastlos Stein auf Stein häufend, nicht nur eine Bestätigung der Eythschen Theorien; er erkennt schließlich in diesem Wunderbau ein von den Weisen Aegyptens errichtetes Monument der Weltallgesetze, ein steinernes Denkmal, dessen wohldurchdachte Abmessungen in allen seinen Teilen die Beziehungen der Planeten zur Sonne verewigen sollten. Es kann hier auf die sorgfältigen, zahllosen mathematischen Berechnungen, die N. anstellte, ebensowenig eingegangen werden, wie auf die zahlreichen Schlußfolgerungen, die der Verfasser aus diesen zieht. Alle mathematischen Probleme (Quadratur des Zirkels, Faktorentafel, goldener Schnitt usw.) sind aus der Cheops-Pyramide entwickelt. Ja, selbst die Atomgewichte finden durch N. hier gewisse Beziehungen und schließlich sucht er auch kosmische Biologie aus den Gesetzen dieses Wunderbaues nachzuweisen. Und ein Teil1 dieses eigenartigen Werkes ist dem Magen-David gewidmet, den er — und das wird uns nach dem vorgesagten kaum noch in Erstaunen setzen können — gleichfalls in der Pyramide nachweist. Hierbei ist jedoch ein gänzlich neues Moment zu buchen: dievonderbisherbekanntenFormabweichende Gestalt der Dreiecke. N., der sich dieser Umwälzung in der Tradition voll bewußt ist, wendet sich deshalb an die jüdischen Theologen, die er bittet, nachzuforschen, ob seine Vermutung auch im alten jüdischen Schrifttum Belege habe, die Vermutung nämlich, daß die beiden Dreiecke nicht gleichseitig, sondern gleichschenkelig aufzufassen seien. Diese, für die jüdische Symbolik ernste Frage, soll nachstehend durch Wiedergabe der Forschungen Nöthlings weiteren Kreisen vorgelegt werden. Einleitend sei bemerkt, daß die Pyramide nebstbei auch den Beweis erbringt, daß der Pythagoräische Lehrsatz schon 2000 Jahre vor der Zeit des angeblichen Entdeckers den geistigen Urhebern der Pyramide bekannt war. Ebenso ist der Begriff der Ludolfschen Zahl 7z gleichsam durch die Steintruhe und Pyramide monumental verewigt, deren Längen und Winkel innig mit dieser Zahl zusammenhängen2. Es mag zunächst jedem mathematisch Geschulten bedenklich erscheinen, daß eine hexagonale Figur wie der MD aus dem tetra- 1 Seite 50—70 a. a. O. 2 N. sagt (S. 38) ״Ich bin der Ansicht, daß die Wissenschaft, die in der Kabbalah mit dem Wort G’matriah — nicht zu verwechseln mit Geometrie —. bezeichnet wird, den Teil der altaegyptischen Mathematik, der sich auf die Kenntnis der Zahlen bezog, umfaßte.“

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