Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 65 (1921)
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1921)
- Article
- Anteilnahme der physischen Welt an den Schicksalen der Menschen
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 12)
- Language
- German
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82 Anteilnahme der physischen Welt an den Schicksalen des Menschen» 40. Als die Ägypter die auf dem Felde lebenden israelitischen Knaben bemerkten* 1), wollten sie ihre Pflüge über ihnen hinziehen, um sie zu töten. Aber die Erde öffnete sich, nahm sie auf, und bewahrte sie, bis die Ägypter sich entfernten. Dann brachte sie die Kinder wieder an die Oberfläche2). 41. Die israelitischen Kinder, die auf Befehl Pharaos in den Nil geworfen wurden, hat der Fluß an unbewohnte Gegenden des Landes gespült, wo sie aus Felsen Honig und öl sogen3). 42. Exod. 8,2, צפרדע wird von der Agadah nicht als Kollektivum verstanden4), sondern dahin gedeutet: Ein Höhle zur Welt gebracht wurde, von seinen Fingern ernährt, aus. denen er Wasser, Milch, Honig, Dattelsaft und Butter sog. Weil, Biblische Legenden der Muselmänner S. 69; vgl. Grünbaum, Neue Beiträge zur semitischen Sagenkunde S. 124. In Bethha-Mid. I 26 saugt Abraham Milch aus dem Daumen seiner rechten Hand. Die Erzählung in Bethha-Mid. steht unter dem Einflüsse der arabischen Legende, vgl. Grünbaum a. a. O. S. 127 ff. Auch Moses, während er im Kästchen eingeschlossen war, saugte Milch aus seinem Daumen. Grünbaum a. a. O. S. 159. — Ennatum, König von Lagosch, wurde in seiner Jugend von der heiligen Milch der Nin-harsag, der Herrin des Gebirges, ernährt. Schriftdenkmäler der königlichen Museen zu Berlin I Nr. 3; Thureau-Dangin, Les Inscriptions de Sumer et d’Akkad S. 46; Keilsch, Bibi. III S. 15. Ygl. Wünsche, Aus Israels Lehrhallen I 187 f. — Zeus wird von der Ziege Amalthea ernährt. — Cyrus wird von einer Hündin ernährt. — Remus und Romulus werden von einer Wölfin gesäugt. Diese Sage kennt auch die Agada; vgl.. Mid. Ps. 10 § 6, 17 § 12, Esther r. III 5. 1J Vgl. oben Nr. 39. 2) Sotah 11 b. Ex. r. I 12, Bethha-Mid. I 49, II 2, Sefer ha-Jaschar ed. Prag 86 b. 8) Pirke R. E. Kap. 42 und Midrasch מנין in Wertheimers Ozar Midraschim S. 92 Nr. 16. Vgl. auch Seder Eiiah r. Kap. 8 S. 43. 4) Vgl. Tanch. 19 § חקת und .Num. r. XIX 23 in bezug auf Num. 21, 7. ץ