Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 65 (1921)
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1921)
- Article
- Anteilnahme der physischen Welt an den Schicksalen der Menschen
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 9)
- Language
- German
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‘'Anteilnahme der physischen Welt an den Schicksalen des Menschen, 79־ Der Agadist deutet: denn Gott setzte mir eine einzige Pflanze (ד־1 אחד־) im Gebiete Abels, als ihn Kain getötet. — Zu den 926 Fruchtgattungen, vgl. die Schilderung des Lebensbaumes (עץ ד׳ח",־) in Bethha-Midrasch II 53: 500 000 Geschmacksempfindungen (::ת״ק אלף טעמי); A. B. R. Akiba, Bethha-Midr. III 45, bloß 300 Geschmacksarten (□ג׳ מאות טעמי), so auch ed. Wertheimer S. 52. In älteren Quellen findet sich diese* Agada nicht, aber der ihr zugrundeliegende Gedanke ist der älteren Agada geläufig. So erzählt die Agada, daß die Früchte der Erde und die Früchte der Bäume, die in ihrer Fülle geschaffen wurden, nach der Sünde Adams ihre Kraft eingebüßt, die sie aber mit der Ankunft des Messias wieder erlangen werden. Also genau dasselbe wie in unserer Stelle, nur für eine andere Veranlassung. Vgl. Gen. r. XII 6 ed. Theodor S. 102—105, Tanch. 6 § יכר־אש״ת, ed. Buber § 18, Num. r. XIII 12. Im Tanch. wird Ez. 47, 42 als Beleg angeführt, mit der Erklärung: jeden Monat werden neue und verschiedene Früchte 1*eifen; da dies bei der Wiederherstelhmg sein wird, so bestand die Ursprungliehe ״Fülle“ ebenfalls in großer Fruchtbarkeit an verschiedenartigen Früchten. Dies ergibt sich auch aus der Analogie der anderen im Zusammenhänge aufgezählten Dinge, die gleichfalls ihre Urkraft verloren und dereinst wieder erlangen werden. Daher ist Einhorns Auffassung der Stelle, der auch Theodor S. 102 folgt, nicht richtig. So wird auch Bethha-Mid. VI 119 unter den 7 Dingen, die dereinst in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren werden — eine restitutio in integrum — gezählt: die Segensfülle des Getreides und das Fett der Früchte. Vgl. auch Bethha-Midr. III 77, wo gesagt wird, daß dereinst die Früchte eine außergewöhnliche Fruchtbarkeit besitzen werden. Vgl. auch Tosefta Sotah XIII 7, Joma 39 a, Jeruschal. das. VI 3 43 c in bezug auf den Tod Simons des Gerechten. Vgl. eine ähnliche Ausführung über Abnahme der Fruchtbarkeit bei der Zerstörung des Tempels in Tanch. 13 § תצת־־ als Deutung von Hab. 3,17 f.; nach Jal. ha־Machiri Hab. a. a. O. ed. Greenup S. 55 auch in Mid. Mischle. Ferner sind folgende agadische Ausführungen zu vergleichen: 1. R. Hoschaja: ״Als Salomo das Heiligtum erbaute, pflanzte er darin kostbare Fruchtbäume aus Gold, die Früchte zeitigten, die im Wehen des Windes herunterfielen. Die Pflanzungen verdörrten, als die Heiden in den Tempel drangen. Vgl. Joma 29 b, 39 b. 2: Levi: Als Salomo die Bundeslade in das Allerheiligste hineinbrachte, wurden alle Bäume und Zedern, die dort waren, frisch und saftig und trugen Früchte, wie es heißt (Ps. XLII '14) ״die