Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 65 (1921)
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1921)
- Article
- Altenglische poetische Bearbeitungen der Bibel
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2829132-2829903-2829905-2848122--44226-2848191- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Altenglische poetische Bearbeitungen der Bibel. 38 als ob er wüßte nicht, was die Bewohner taten. (1938—44.) Wo nun der selige Lot Wahrfest wohnte, seinem Walter lieb, mit seinen Töchtern beiden durch der Tage viele. (2595—97.) Hier findet sich auch die oben erwähnte christliche Anspielung: ״Drum sagen Lot ihm (sc. Abraham) noch weit unter den Wolken die Weltvölker alle, die Kinder des Taufbades <f: fullvona bearn (V. 1951). Der neueste Herausgeber der Genesis hält dies für Unsinn und emendiert: foldwonga ( der Fluren). — Die Schlacht der Könige wird vom Angelsachsen, wie es dem Charakter seines Volkes entspricht, ausführlich geschildert, zu breit fast, mit vielen Ausschmückungen — Verheißung an Abraliam — Hagars Flucht — ״Abraham bewahrt die Offenbarung mit Hohn und Spott im Herzen sein, in seinen innersten Gedanken“ (V. 2337—38) — Beschneidung — Abrahams Handel um Sodom ist übergangen, aber wohl nicht aus dem modern philosemitischen (!) Grunde, um ihn nicht als Schacherer hinzustellen — Strafgericht aii Sodom — Die Verwandlung von Lots Frau in eine Salzsäule ist ausgemalt (V. 2563—73) — Ausgedehnte Unterredung zwischen Abraham und Abimelech — Isaaks Geburt —*• Hagars Vertreibung — Bund mit Abimelech — Opferung Isaaks. Im ganzen also eine nicht allzu kunstvolle Uebertragung des Vulgatatextes. Anders das zweite Fragment, die Exodus. Hier steht der Verfasser über dem Text und behandelt ihn souverän. Die Dichtung entspricht genau dem Titel d. h. enthält eben nur, abgesehen von einer Episode, den Auszug, so daß man geneigt ist anzunehmen, daß der Dichter nichts anderes beabsichtigte, als den Durchgang durchs Rote Meer zu schildern und daß man es mit einem abgeschlossenen Werke zu tun hat, keinem Bruchstück.