Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 64 (1920)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicum
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 11)
- Language
- German
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66 .Wesen und Bedeutung des Dagesch,.insbesondere des Dagesch euphonieum. Dagegen ist zur Erleichterung der Aussprache in Jes. 5,28 וכל־נןעזתותיו und Nech. 4,7 .וכןעזתתיהם, gleichwie כספיהם 1 m 42,35, חרפות ps. 69,10, צסדיי־כרם jes. 5,10,ברכת durchgehends und ך־עזפי אעז Hhl. 8,6 im Gegensatz zu ךעזפי־כןעזת Ps• 76,4 (s. Ewald, Lehrb.- § 212) das Schwa mobile in ein qüiescenz verwandelt. Diese sind.also unregelmäßig, während in jenen das Dagesch euphonieum die Regelmäßigkeit nicht aufhebt, sondern nur das Schwa mobile kräftiger hervortreten läßt. Eine Betrachtung; derselben lehrt sofort, daß das euphonische Dagesch. nur gesetzt wird in das emphatische p und die starken Zischlaute, seltener in das flüssige נ (in dem zuerst genannten Worte und in הענתתי JLr. 29,27), wenn ihnen die Aspirata ב und ת und das schwache ר folgen, daß also Maßoreten die Sicherung der richtigen Aussprache durch Dagesch'euphon. dort für nötig hielten, wo harte und weiche Consonanten Zusammentreffen und S־Laute dem ihnen verwandten behauchten ת vorangehen. Darum steht ein Dagesch in צצםנך, aber nicht in צובוגיך Jech. cap. 27• Außerdem beginnen die meisten oben angeführten Formen mit den Hauchlauten צ und ח , die ohne die Dageschierung des nach־־ folgenden Consonanten ״verschluckt“ werden könnten; so würde man ד«צנתותי wie חרפו צכןבות הנתותי wie •פוכןבות etc. lesen. Durch das Dagesch ist ihre richtige Aussprache gesichert, denn die dageschierte Silbe hat . einen schwachen Nebenton, der dem 0תג in offenen Silben entspricht: צנבי״רוש wie גכורי בת ל^חק־בו, לעזבורי לב. So haben wir auch ein Dagesch euphonieum in יקהת 1 m 49,10, ליפ־ןהת־אם spr. 30,17 und ביהןרותיןז־ Ps. 45,10 zum Schutze der schwachen Laute ה und ל, die bei schnellem Lesen der. unbetonten Silben entfallen könnten. Man könnte jikkath lesen. Das י in den zwei Wörtern dient nicht zur Dehnung des i. Die Lesart vieler Ausgaben לייכןהת ist falsch. An diesen beiden Stellen, sowie auch Jer. 25,36 und Koh. 2,13, folgt nämlich unser Bibeltext der Ansicht des נפתלי p, der überall כבו und ל mit folgenden י zusammenzieht; er liest