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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 1 · p. Seite 65

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 1
Article
Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicum
Date
1920-01-01
Page
Seite 65 (sequence 10)
Language
German
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Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicum. 65 und mit den Akzenten übereinstimmendes Lesen des biblischen Textes. Sickerstellen. Jedes Dagesch, das wir nicht unter 1. u. 2. rubrizieren können, ist ein Dagesch euphonicum. Das Dagesch ist seiner etymologischen Bedeutung nach (von dem syr. דגש durchbohren) nichts weiter als ein Punkt mitten an einem Buchstaben1). Eine Verdoppelung ist also in. dem Terminus nicht ausgedrückt, und von einer solchen kann auch bei Dagesch euphonicum nicht die Rede sein, wie wie wir das schon bei den Frageanfängen mit ה und folgendem Dagesch euphonicum beobachtet haben. Wie bei diesen findet sich ferner das Dagesch euphonicum in mit Schwa mobile versehenen Buchstaben in Formen des st. constr., nämlich: 5 ענבי־רוש m 32,32 und 1 עקביהם M 49,17, aber nicht in מבי'נדרך und יקב; הצאן® Hhl. 1,8; ferner 1 מצצבוין m 5,29' und עצבונןי das. 3,16, וכל־עצביכם Jes. 58,3 בצצרתיכם ף Am. 5,21'und im Imperativ' נצרה Ps. 141,3 und נצרה'Spr. 4,13. Je einmal in ם und W כ&תותייכנה Jech. 13,20 und יציבות Spr. 27,25. Schließlich in השבויות';ש Koh. 7,29. 2 ehr. 26,15 und גקשתותם ps. 37,15. *) Die Vermutung (Graetz a, a. O, S. 442 und Kahle in d. Hist. Gramm, der hebr. Spr. von Bauer u. Leander, Lieferung I, Halle 1918, S. 93 u. 105), daß man vor Einführung der Punktation Punkte über und unter einen Buch staben setzte, um dunkle und helle, starke und schwache Vokale anzudeuten — ähnlich wie im Syrischen die phonetischen und diakritischen Punkte נוקזא ופרושא s. Nestle, zur Gesch, der syr. Punktation ZDMG 1876, 531—, ist nicht begründet. Über den Buchstaben würden solche.Punkte in Cöllisiqn kommen mit den schon in Talmud und Midrasch erwähnten, anderem Zwecke dienenden, wie die über 1 אליו M.18,9, וישקהו das. 33,4 etc. Außerdem ist die Anwendung der Attribute ״hoch und tief“ (מלעיל und מלרע) in der Maßora für stärkere und schwächere Vokale nichts Ungewöhnliches. So sagt Kimchi von den kurzen Vokalen: ע״ם) תנועתן קטנה.ושפלה מהאמהות s. 2) und BbA zu 1 m 18,3: תנועת הקמץ גבוהה ועליונה •ותנועת: הפחח, למטה ממכה. s. Elia Levita's Mas. hä-M. המאמר הד׳. Wie dem ,aber.auch sei ־— in unserem Bibeltext ist keine Spur davon zu finden. 2) שצבת־לב Spr. 15,13, ע^בו^י Job 9,28, לעצבותם Ps. 147,3 gehören zu עצבת Spr. 10,10, einer Normalform* des Fiel; das D. ist also ein charakteristicum.: Ebenso in עקעזות, das vom Adj. על!ש gebildet ist. ־ Monatsschrift, 64. Jahrgang. 5

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