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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 1 · p. Seite 63

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 1
Article
Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicum
Date
1920-01-01
Page
Seite 63 (sequence 8)
Language
German
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Wesen und Bedeutung desDagesch, insbesondere des Dagesch euphonicura- 63 bewegliches ist, dafür sind analoge Formen mit nachfolgenden בגדבפת maßgebend. Außer den oben erwähnten mit ה interrogativum zusammengesetzten Wörtern gibt es in der h. Schrift noch eine große Menge anderer, die ebenfalls ein Dagesch haben, das nicht zur Verdoppelung dienen kann, da hierzu keine Veranlassung vorhanden ist. Manche begnügten sich damit, solche Dagesch- Setzungen als auffallend und seltsam, als Ausnahmen zu bezeichnen; andere versuchten sie auf eine Weise zu erklären, die nicht befriedigen kann. So sagt z. B. ein Grammatiker über das Dagesch in 3 M 10,19 היא ויה עד מאד; andere sehen in diesem Dagesch eine Combination des Artikels mit ה interrogativum. — Graetz (in der erwähnten Studie) glaubt, das Dagesch sei ein Ueberbleibsel einer älteren Phonetik und habe in dieser die heterogensten Dinge bedeutet; die Maßoreten aber hätten es verkannt und es bei der Einführung ihrer Punktation aus Unachtsamkeit stehen lassen. Wer sich aber eingehend mit Grammatik und Maßora beschäftigt hat, weiß, daß die Maßoreten gründlich zu Werke gingen und ihr Augenmerk auf jedes Wort, jede Silbe, jeden Laut richteten, daß die An־ nähme, daß sie bei der Dageschsetzung willkürlich und planlos verfuhren, von vornherein abzuweisen ist. Um ihre Tätigkeit zu verstehen, muß man den Standpunkt kennen, den sie eingenommen haben, und die Prinzipien, von denen sie sich leiten ließen. So darf man nicht vergessen, daß sie JflÖp als o lasen; daß sie sich nach der Akzentuation richten; daß sie für בגדכפת eine doppelte Aussprache haben. Die Streitfrage, ob der härtere Laut dieser 6 Buchstaben der ältere und ursprüngliche ist, aus dem sich der weichere, behauchte Laut erst später ab geschwächt hat, oder ob sie ursprünglich reine aspiratae waren, ist für das Verständnis des Punktationssystems ohne Belang1). *) Es ist unbegreifliche Inkonsequenz, wenn man einerseits Babli, Erubin, Jebamot etc., andererseits Tosifta, Tosafot, Efa etc. sehreibt. Die Septuaginta gibt wohl im allgemeinen & durch <p wieder, aber daneben finden wir

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