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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 1 · p. Seite 61

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 1
Article
Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicum
Date
1920-01-01
Page
Seite 61 (sequence 6)
Language
German
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Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicum. 61 schon durch die Aspirata ב und ת das vorhergehende Schwa als mobile, erkennbar ist, weil dieses ohne das Dagesch wegen der Tonlosigkeit der Silbe nicht zu Gehör käme. Man würde halwen lesen, wie man beim Lesen von מלכות״.מלבי u. dergl. wenig Rücksicht auf das Schwa mobile nimmt und* מל fast wie eine geschlossene Silbe liest, weshalb Ewald dieses Schwa mobile mit Recht Schwa medium genannt hat, da es gewissermaßen in der Mitte steht zwischen den ruhenden und bewegliehen. .Das geschieht in unbetonten Silben nicht bloß nach flüchtigen Vokalen (תנוצה קלה), sondern auch nach volltönenden, so daß manche Grammatiker1) in den Irrtum gerieten, dieses Schwa mobile als quiescens anzusehen. Wenn aus Dikduke ha-Teamim S. 13 von den Herausgebern geschlossen wird, daß in Wortformen wie שמצו לקה׳ פינחס das Schwa ein ruhendes, also nicht ל־־קחו פי״כחם sondern לקי״חר...פינ״חם zu lesen sei, so ist das ein Mißverständnis2 3). Die Worte לא; יצאו בלשון bedeuten dort, wie sich aus dem Zusammenhang ergibt, daß sich das Schwa dem folgenden unter..אהד1צ stehenden Vokal nicht assimiliert. Man soll, heißt es dort z. B. in נבאו עזמעה לקחה das Schwa assimilieren, also lüköchö, simöö, nibbüü lesen, weshalb ja auch geradezu 1 לקחה M 2,23, שמעה . ps. 39,13, 1 ופערה K0n. 13,7, 2"בסערה Kon. 2,1, ממהרו Ps. 89,45 u. a. punktiert ף ist, aber nicht in שמצו לקחו פינחס u. dergl. Ich erinnere nur an 4 M 31,6, wo man r ר schon wegen des Akzents nicht anders als פי״נחס lesen kann; aber auch Das. 25,10, wo dasselbe Wort schnell zu lesen ist, muß das Schwa mobile נ zur folgenden Silbe gezogen werden, wie es das trennende 3מת verlangt. — Auch Wolf Heiden- ג) So J. E. in צחות אות’וו und מאזני׳ סי;1 שורק. 2) Auch Graetz, Gram, und masoret. Studie z. h. Schrift, Mschr. 1887 S. 434 und Dalman, Gram, des Aram. S 61, teilen diese irrtümliche Meinung. 3) Diese Assimilation der Vokale ist auch ein vollgiltiger Beweis dafür, daß die Maßoreten קמק als o gelesen haben; für die, die es als ä ansehen, istdiese Punktatiön sinnlos. Siehe meinen Beitrag zur Festschrift für Dr. S. Carlebach, Berlin 1910, S. 165.

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