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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 1 · p. Seite 60

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 1
Article
Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicum
Date
1920-01-01
Page
Seite 60 (sequence 5)
Language
German
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60 Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicam. zusammengehört, ersetzen also die im Hebräischen fehlende Interpunktion. Sie erleichtern ferner das Lesen. In jeder Sprache müssen betonte und unbetonte Silben miteinander ab wechseln. Kommen zwei oder mehrere betonte Silben zusammen, so bereiten sie dem Vortragenden Schwierigkeiten, wenn, er sie, 'wie .es erforderlich ist, gleichmäßig betonen will; er wird, um sich zu helfen, zwischen ihnen einen Atemzug machen oder eine kleine Pause eintreten lassen oder aber eine Umstellung der Satzteile vornehmen. Aus diesem Grunde erhält z. B. die Endsilbe eines Wortes ein מרכא מאליך —) einen Verlängerungston) statt מהפך, wenn eine mit פשטא versehene Tonsilbe folgt, wie עולת חדש בחדשו und bei drei aufeinander folgenden Tonsilben die mittlere מרכא כפולה statt תביר wie bei ]1 רבא לו ״ m 27,25, um die eine betonte Silbe scharf von der andern zu scheiden. Aus demselben Grunde erhält, wenn einer betonten Silbe mehrere unbetonte Silben vorhergehen, eine von diesen einen Nebenton, der bald schwächer, bald stärker ist, je nachdem die Rede rasch, sich überstürzend, oder langsam und feierlich dahinfließt. v Wenn man mit den Akzenten liest, wird man erkennen und verstehen, warum die Massoreten das eine Mal die Metheg- und das andere Mal die Dageschsetzung gewählt haben. So mußte z. b. in 1 הידעתם m 29,5, 1 המצאתני köh, 21,20 המעט Jesh. 16,20 die Fragepartikel wegen des טפחא ein Metheg erhalten und ebenso 4 המעט M 16,13 wegen des ״,רביע weil diese Tonzeichen ein langsames Lesen der dem Wortton vorangehenden Silben verlangen; nicht aber in השמנה היא 4 M 13,20, weil קדמא ואולא ein sehr schnelles Lesen der unbetonten Silben bedingen1). — Auch in הלבן! M 17,17 und הכתכת das. 37,32 ist das Dagesch mit Vorbedacht gesetzt, ob- *) 1 הברכה M 27,30 ist ohne p., um einer Verwechslung mit dem Artikel vorzuheugen. 1 ההצעקתדי M 12,21 hat D,, weil der Nebenton

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