Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 64 (1920)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicum
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 2)
- Language
- German
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Wesen und Bedeutung desDagesch, insbesondere des Dagesch eüphonicum. 57 Aussprache des Hebräischen; es ist z. B. nicht jasöbbu, sondern jasöbu zu lesen. Man kann also auch von solchen Wörtern sagen: nicht das Dagesch forte wird betont, sondern die vorhergehende Silbe, Ebendasselbe würde auch für die pausalen Formen אתה und לכרת J5. M. 20,20 gelten, wenn ־*־. als gedehntes ä gelesen wird. Für uns, die wir im Sinne der Begründer unseres Punktationssystems ~ wie o lesen, unterscheidet sich dieser Laut nicht von קמץ הטלף in geschlossener Silbe; wir betonen also hier das Dagesch forte. Ueber אנא למה שמה ימה (aus אהה und נא zusammengesetzt), wo das Dagesch nicht kompensativ ist, also zur Verdoppelung von מ und נ kein Grund vorliegt, sowie über ה|ה המה אלה u. a. auffallende Dageschsetzungen in betonter Silbe wird noch weiterhin zu reden sein. Abgesehen von diesen Formen ist es unstatthaft, das Dagesch forte stark zu betonen oder die Verdoppelung des dageschierten Konsonanten so nachdrücklich hörbar zu machen wie in einer Tonsilbe. Am wenigsten unmittelbar vor der Tonsilbe, wie אתי עמי ך3י. Würde man hier die Verdoppelung scharf zu Gehör bringen, so erhielten wir zwei Silben von gleicher Tonstärke, einen Spondeus ־- ־־)׳); es soll aber wie ein Jambus (•־׳־■) röni, ämi, lti gelesen werden. Ebenso lautet המלןד hämäelech, und חנכה richtig chänükö, wenn man auch bei der Transkription hammälech chanuckö schreiben mag. Demnach ist der Zweifel der Grammatiker, ob man in עבדיה הלרים jj oder i lesen soll, gegenstandslos; es ist hä-rwljim, iwrijö zu lesen Das Dagesch zeigt den konsonantischen Charakter des י an. Daß das Dagesch den vorhergehenden Vokal nicht schärft, sondern nur verkürzt, sehen wir am deutlichsten bei der engen Verbindung von zwei Wörtern, von denen das erste den Ton auf der vorletzten Silbe hat und das zweite ein einsilbiges Wort ist oder den Ton auf der ersten Silbe hat, z. b. 5 וובחת פסח m 16,2, ודתה ואת Ps. 118,23,לא־־תצשה־לןד 2 M 20,4. Es soll eben hier wie stets vor Dagesch, als