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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 1 · p. Seite 11

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 1
Article
Philons Lehre vom Heiligen Geist und der intuitiven Erkenntnis
Date
1920-01-01
Page
Seite 11 (sequence 4)
Language
German
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Phiions Lehre vom Heiligen Geist und der intuitiven Erkenntnis. 11 berichten, sondern seine Forschungen über das Verhältnis des Alexandriners zur jüdischen Literatur und Denkweise — das innere so gut wie das quellenklitische Verhältnis — selbständig weiterzuführen suchen, natürlich, wie auch Leisegang selbst es tut, unter gleichzeitiger Heranziehung der beiden Quellengebiete (des jüdischen und des hellenistischen), von denen Philon abhängt. Bei dessen tiefer Verwurzelung in Ausdrucks- und Denkweise der griechischen Spekulation seiner Zeit wird sogar recht häufig im folgenden die Bezugnähme auf solche Systeme nötig sein, die manchem jüdischen Theologen, der mit der Altertumsforschung minder vertraut ist, ferner liegen mögen; solchen Lesern wird daher eine kurze einführende Vorbemerkung über Phiions philosophische Hauptquellen erwünscht sein. Wenn Phiion auch nach Leisegangs sehr zutreffenden Bemerkungen (S. 59) durchaus nicht der Philosoph ist, als welcher er vielfach abgehandelt zu werden pflegt, so leiht er doch zweifellos den religiösen Ideen, die ihn bewegen, das Sprachgewand fachgelehrter, philosophischer Ausdrucksweise. Die Flut des philosophischen Denkens der Zeit verläuft meist in den Betten bestimmter Schulen; diejenige, die für einen Mann von ethischer' Lebensrichtung allein in Betracht kam, ist die stoische, und an dieser hat sich unser Theologe in der Tat in der Hauptsache orientiert. Innerhalb der Stoa hat sich nun aber eine Entwickelung vollzogen, die keineswegs allgemein bekannt ist, der z. B. Zellers Darstellung der griechischen Philosophie in keiner . Weise gerecht wird1). Während die echte Stoa eine we- ג) Auch die bekannten Behandlungen der stoischen Erkenntnis- und SeeLenlehre reichen für die Darstellung der Entwickelung, die sich innerhalb der Schule vollzogen hat, in keiner Weise aus. Das ist durchaus nicht die Schuld von so verdienten Gelehrten wie Stein und Bonhöffer; vielmehr ist die Scheidung des alt- und mittelstoischen erst durch die quellenkritischen Untersuchungen der letzten Jahre und die Herausgabe der Stoikerfragmente möglich geworden. In den folgenden Untersuchungen, die durchweg auf

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