Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 63 (1919)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 73 (sequence 3)
- Language
- German
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Besprechungen. 73 Ein zweites Beispiel. S. 14 (editio Leipzig) heißt es bei der Widerlegung der Ansicht des Themistius:• ואולם כאשר הונחה זאת הצורה נבדלת בלתי הווה ולא נפסד כמו שיראה תמםטיום׳ הנה יחויב מזה בטול חזק בהיות האדם והפסדו אין המלט ממנו בשום פנים. וזה שכאשר הונחה ואת הצורה בוה האופן, הנה לא ימנע העניו בה מאחד משני פנים. אם שנניח שצורת ראובן דרך משל היתה נחבאת בחמר אשר נתהווה ממנו ראובן טהם התהוותו ......, d. h. »Bei der Annahme einer separaten Form, die weder entsteht noch vergeht, — wie Themistius behauptet — ergeben sich, bei dem Umstande, daß der Mensch ein entstehendes und vergängliches Wesen ist, Ungereimtheiten, denen man «,unmöglich ausweichen kann. Denn bei der Annahme einer solchen Form muß notwendigerweise eine von folgenden zwei Möglichkeiten stattfinden: Entweder war beispielsweise die Form des Rüben schon in der Materie, aus der Rüben hervorgegangen ist, verborgen vor seiner Entstehung ...... Kellermann übersetzt aber S. 2 2 folgendermaßen: »Wenn jedoch — wie Themistius annimmt — die Form eine separate sein soll, ohne Entstehen und Vergehen, so ergibt sich hieraus insofern eine große Absurdität, als der Mensch unbedingt -vergehen muß1)- Wenn nämlich die Form als eine solche (separate) angenommen wird, so ist es nicht unmöglich1), daß. dies auf eine von zwei Arten der Fall ist: Entweder wir nehmen an, daß beispielsweise die Form des Rüben in jener Materie versteckt lag, aus welcher Rüben vor seiner Entstehung hervorgegangen ist « Kellermann übersetzt die Worte ״בהיות האדם והפסדו אין המלט מטנו בשום פנים״ »als der Mensch unbedingt vergehen muß«. Das Wort »בהיות« ist für ihn ein Hilfszeitwort und die Worte »אין המלט ממנו בשום פנים« beziehen sich eben auf die Vergänglichkeit des Menschen, die unbedingt ist. Der Beweis des Gersonides gegen Themistius müßte demnach nur von der Vergänglichkeit des Menschen geführt werden. Hätte Kellermann aber seine eigene Übersetzung aufmerksam gelesen, so hätte er aus ihr ersehen müssen, daß G. die Ansicht des Th. in erster Reihe durch die Entstehung des Menschen zu widerlegen sucht und daß er die Vergänglichkeit des Menschen zuletzt nur mit einigen Worten berührt. Tatsächlich bedeuten die Worte »בהיות האלם והפפלו«, wie aus meiner Übersetzung ersichtlich ist, »die Entstehung des Menschen und sein Untergang«. ג) Von mir gesperrt.