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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1919-01-01 · Heft 1 · p. Seite 72

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
63 (1919)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1919-01-01
Page
Seite 72 (sequence 2)
Language
German
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72 Besprechungen. Text nicht, wie soll er ihn'*übersetzen können? Ich will nur zwei krasse Beispiele anführen, um meine Behauptung zu erhärten. In der Einleitung S. 5 (editio Leipzig) führt Gersonides unter den Dingen, die sowohl dem Propheten, wie׳ auch dem nichtprophetischen Weisen bekannt sind, an ״ומה שנתבאר בתורה מהכרח הצומח אל המטר ועבודת האדמה כאמת כי לא המטיר ד׳ אלוהים על הארץ ואדם אין לעבוד את האדמה", d. h. »die. Lehre von der Not- Wendigkeit des Regens und der Bearbeitung des Erdbodens für das Gedeihen der Pflanzen, die aus den Worten der Thora, »denn der Ewige Gott hat nicht regnen lassen auf Erden und kein Mensch war vorhanden, um den Erdboden zu bearbeiten«, folgt«. Kellermann hingegen übersetzt S. 7, Z. 15 »und was in der Thora erwiesen wird über die Notwendigkeit des Wachsens nach dem Regen und der Bearbeitung des Erdbodens1), wenn sie sagt ....... Als ob Gersonides sagen wollte, daß auf den Regen und die Bearbeitung des Erdbodens das Gedeihen der Pflanzen mit Notwendigkeit folgen־ müsse. Diese Übersetzung ist nicht nur falsch, sondern enthält auch einen Denkfehler, den kein auch nur mit den Anfangslehren der Logik Vertrauter sich zu Schulden kommen lassen darf. Dehn wenn die Bibel sagt, »und die Sträucher des Feldes waren noch nicht auf der Erde und das Kraut auf dem Felde noch nicht gewachsen, denn der Ewige Gott hatte noch nicht regnen lassen auf Erden und der Mensch war noch nicht da, den Erdboden zu bearbeiten«, so folgt zwar daraus, daß die Pflanzen ohne Regen und ohne Be• arbeitung des Erdbodens unmöglich wachsen können, also die Notwendigkeit des Regens und der Bearbeitung des Erdbodens für das Gedeihen der Pflanzen, nicht aber auch umgekehrt, die Notwendigkeit des Wachsens nach dem Regen und der Bearbeitung des Erdbodens. Aber schon der Anfang dieses Absatzes ist falsch übersetzt. Er lautet ״ולהיות הענין כן כמו בשהצענו..... תמצא בדברי /7. . . , הנביאים. »Weil es sich so verhält, wie wir auseinandersetzten daher findest du bei den Propheten . . . .« Kellermann hingegen übersetzt (S. 7, Z. 3): »Wenn es sich aber so verhält, wie wir auseinandersetzten ..so findest du bei den Propheten . . . welches keinen Sinn hat. x) Von mir gesperrt.

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