Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 63 (1919)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 64 (sequence 13)
- Language
- German
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64 Besprechungen. besondere Offenbarung jenes für Israels Geschichte von da ans so bedeutsamen Jahwe knüpfte. Wie und woher aber Name und Sache dem Mose zugeflossen ...sind', das wird im letzte# Grunde, soweit nach menschlichen Vermittelungen gefragt wird, und wofern wir von bloßen Möglichkeiten absehen, für alle Zeiten eines jener undurchdringlichen Geheimnisse bleiben, an denen kein Gebiet des menschlichen Lebens und Geschehens so reich ist wie die Religion und ihre Geschichte, weil kein Gebiet uns dem Höchsten und Letzten in der Welt und darum auch der Grenze unseres Wissens so nahe bringt«. So Kittel, der theologische Schriftsteller. Wir möchten nicht unterlassen, auch noch den vom Verfasser nicht mehr abgedruckten Schluß obigen Artikels herzusetzen: »Sehen wir Von jenen menschlichen Vermittlungen ab, so nennen wir, unserer religiösen Überzeugung Ausdruck gebend, jenes in Moses Gemüt sich vollzieh ende Geschehen eine Offenbarurig Gottes selbst, der durch unmittelbare Berührung mit der Menschenseele wesentliche Seiten seines Wesens Mose kundtat, um auf diesem Wege die stufen mäßige Entfaltung wahrer Gotteserkerintnis in der Menschheit anzubahnen«. Hier sind unter den Händen eines Theologen die plastischen, kristallhellen Erzählungen der Bibel in lauter Nebel aufgelöste Doch davon abgesehen, so hören wir hier Professor Kittel von׳ »undurchdringlichen Geheimnissen« sprechen und daß man absolut nicht wissen könne, »wie und woher Name und Sache dem ' Mose zugeflossen sind«. : Daß das etwas anderes ist als das im Obergutachten Gesagte, ist klar. Während nun aber Verfasser es so gut verstanden hat, den Wirrwar im Lager der Theologen hinsichtlich der Erklärung des* Tetragramms und, was eigentlich noch vielsagender ist, den Widerspruch eines hervorragenden unter diesen Theologen gegen sich selbst aufzuzeigen, hat er durch Darstellung seiner eigenen fragwürdigen Auffassung die Kraft -seines Angriffs wieder abgeschwächt. Er hält die masorethischeVokalisation des Tetragrain ms. für diejenige, womit die 4 Buchstaben des nomen ineffabile aus־► zusprechen sind, wie das z. B. in der chnstlichen Kirche üblich- (die übrigens zu unterscheiden ist von den Theologen der Neuzeit!), vgl. das Lied »,Dir, Dir,. Jehova, will ich singen, denn wo ist doch ein solcher Gott wie Du!« Daß dies aber nicht die Meinung der