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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1919-01-01 · Heft 1 · p. Seite 58

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
63 (1919)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1919-01-01
Page
Seite 58 (sequence 7)
Language
German
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58 Besprechungen. eine »!Rangerhöhung« in der Hinausstoßung zu trostloser und mühseliger Bebauung des verfluchten Erdbodens seken zu können? Aber Verfasser versteht, hier wie auch sonst (z. B. S. 55 f.) wie ein Rationalist philosophierend, unter dem »Baum des Lebens« gar nicht einen ■Baum,, dessen Frucht Unsterblichkeit verleiht, so wie Gott unsterblich ist (1. Mos. 3, 22), sondern einen »Baum des Fortschritts ideeller und materieller Kräfte«, einen »Baum des höheren, ewigen Lebens, des sich immer erneuernden Fortschrittes«. :Nun, wer auch von der Sintflut, die Gott über die im Zustande der »Rangerhöhung« aufs äußerste entartete. Menschheit kommen lassen mußte, nichts gehört haben sollte, wer auch nichts sollte wissen von der. schlimmen Entwicklung der Heidenwelt,'' nichts von der Entwicklung des zwar von Gott durch Offenbarung begnadeten,;trotzdem aber in der Heiligen Schrift in schärfsten Worten gerügten . Volkes- Israel, wer auch keine Kenntnis von der übrigen Weltgeschichte haben sollte, der braucht nur den gegenwärtigen Krieg zu betrachten, um ein Bild zu haben von den Folgen der »Rangerhöhung« der Menschheit. »Mein erstgeborener- Sohn ist Israel«, 2 Mos. 4, 22. Erstgeborener Sohn Jhvh’s ist Israel kraft seiner Erwählung zum Volke des Eigentums, 5. Mos. 14, 2. Diese Erwählung begann mit der Berufung Abrahams zum Stammvater des Volkes, in welchem alle Geschlechter der Erde gesegnet werden sollen. Auf Grund dieser Verheißung, die nun durch die Erlösung Israels .aus Ägypten an dem Samen Abrahams realisiert werden soll, wird . das Volk Israel schon jetzt, wo Moses an Pharao die göttliche Forderung das Volk ziehen zu lassen mitteilt, »Sohn Jhvh’s« genannt, obgleich es erst durch die Bundesschließung am Sinai zum Volk des Eigentums Jhvh’s aus allen Völkern (2. Mos. 19, 5) erhoben wird.. Die Erwählung Israels zum Sohne Gottes ist eine aus freier göttlicher Gnade fließende Adoption. Was sagt nun aber unser Verfasser S. 81? »Israel gilt als־Erstgeborener, weil es die Reife der Gotteserkenntnis vor allen andern Völkern erlangt hat«. Wir fragen: hatte Israel damals, als Mose mit Pharao redete, ja hatte damals Mose selbst bereits die »Reife der Götteserkenntnis«? ,Wurde doch die völlige Gotteserkenntnis erst durch die folgenden großen Öflenbarungen.vermittelti Ferner : lehrt uns die Geschichte Israels nicht, daß Gott, und seine Propheten beständig üFer den Hang

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