Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 63 (1919)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zur Überlieferungsgeschichte des jüdisch-deutschen Samuel- und Königsbuches
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 2)
- Language
- German
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Z. Überlieferungsgesch. d. jiid.־ deutsch. Samuelu. Königsbuches. 21 (Rabb. II 95)1). Nach dem Titel ist Reg. 1543, Sam. 1544 erschienen. Im Jenaer Exemplar, wo Reg, und Sam. zu einem; Bande vereinigt sind, steht am Schlüsse von Reg. die Bemerkung Augustäe Vindelicorum per Paulum Aemilium, Anno Domini MDXLIII, während in Sam. nichts davon steht. Es scheint also, als sei der Konvertit Paulus Aemilius der Herausgeber (s. u.) Die abweichende Ordnung Reg.—Sam. ist vielleicht nicht zufällig, sondern beabsichtigt, denn die Ankündigung irrt Titelblatt von -Sam. kann dahin gedeutet werden, daß beide Bücher von vornherein im Drück auf einander angelegt waren. .-Hier heißt es nämlich: der שמואל ist das erst teil von dem ספר מלכים den es kert als zu einander, vor habt ir das ספר מלכים‘un’ izund hab ich den שמואל dar zu gedrukt als ein כתב, gedrukt in der keiserlichen stadt Aügspurg im jor do man zeit drei hundert un’ vir in der kleinen zal [= 1544] Wenn man den Ausdruck vor habt ir das s. m. räumlich deuten darf, so hat der Herausgeber sich erst hinterher, nach :Fertigstellung des^Druckes von Reg., entschlossen, auch den Sam. zu drucken und dann beide in einem. Bande ausgehen lassen. Oder man muß annehmen, daß der Titel von Sam. eigens zurecht gemacht ist für die Vereinigung beider Paraphrasen in einem Bande. Doch , erklärt sich dann die Anordnung Reg.-Sam. nicht Aber so oder so, sicher ist, daß beide Teile der Epopoe ursprünglich als selbständige Bücher bestanden haben. Dafür spricht nicht nur die Sonderexistenz von Reg. in verschiedenen Drucken, sondern auch folgender Umstand: Sam. gibt in 1721 Strophen den Inhalt von 1. und 2. Samuelis wieder; Nach 4• einleitenden ו) Auch die Bibi. Nat. in Paris scheint es zur besitzen,, vgl. Kat. . der Orient. Handschriften I, 92. Worauf sich die von Steinschneider, Serap.1869 S; 152 ausgesprochene Meinung gründet, diese Handschrift scheine ein Teil einer vollständigen Bearbeitung der geschichtl. Bücher der Bibel zu sein, kann ich nicht feststellen.